Pressemitteilung
Rechtsextremismus auch „Mädelsache“
Auf Einladung des Celler Frauenforums unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Katharina Sander referierte der Hamburger Journalist und Publizist Andreas Speit im Neuen Kreistagssaal zu dem Thema „Frauen und Rechtsextremismus“.
Die Rolle der Frau werde in der NPD und anderen rechtsextremistischen Gruppierungen in der Öffentlichkeit oft verkannt und unterschätzt. Frauen seien, wie auch im Fall der Zwickauer Terrorzelle Beate Zschäpe, selbst politisch motiviert und oft treibende Kraft der extremistischen Tätigkeiten, weiß Andreas Speit aus seinen umfangreichen Recherchen zu diesem Thema. Häufig werde die politische Motivation durch Engagement in sozialen Einrichtungen, Kindergärten oder Schulen geschickt benutzt. „Das ist doch so eine Nette“ werde dann von den überraschten Mitbürgern festgestellt, wenn die wahre Intension der Frauen ans Licht käme. „Die Gesellschaft neigt dazu, diese engagierten Frauen zu verharmlosen und nicht ernst zu nehmen. Dies ist bei der Wahrnehmung besonders gefährlich“, so der Hamburger Referent.
Bei einer lebhaften Diskussion auch zur rechtsextremen Szene im Celler Raum erfuhren die Teilnehmerinnen viele interessante Hintergründe zu Frauen und ihrer Position in den rechten Gruppierungen.
Seine Erfahrungen gibt Andreas Speit, zusammen mit Andrea Röper, in dem Buch „Mädelsache!“, ISBN 978-3-86153-615-4 16,90 € weiter. Erhältlich im Buchhandel oder unter www.christoph-links-verlag.de.

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