Projekte

Sprachmittlerpool im Landkreis Celle

Die Volkshochschule Celle und der Landkreis Celle haben in enger Zusammenarbeit einen Sprachmittlerpool gegründet. Qualifizierte ehrenamtliche Sprachmittler/innen sollen helfen, sprachliche Barrieren bei Gesprächen mit Neuzugewanderten zu überwinden und Brücken bei Fragen der Integration zu bauen. Das kostenlose Angebot steht allen Institutionen im Landkreis Celle zur Verfügung. Eine Unterstützung durch Sprachmittler/innen kann bei Projektleiter Jochen Meyer von der Volkshochschule Celle angefragt werden. Die Kontaktdaten finden Sie hier.

MiMi-Gesundheitsprojekt Niedersachsen

Projektstart in Celle am 02.04.2014

Das „Drei-Generationen-Projekt Niedersachsen – Gesundheit mit Migranten für Migranten“ (MiMi-Gesundheitsprojekt Niedersachsen) wird im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit des BKK Landesverbandes Mitte sowie der Sanofi Pasteur MSD GmbH mit den jeweiligen Projektstandorten unter der Leitung des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V. durchgeführt.
Das regional fokussierte Projekt folgt dem Grundgedanken, dass Gesundheit und Gesundheitstraditionen familiär verankert sind. Großeltern, Eltern und Kinder beziehen sich in ihrem Wissen um Gesundheit und in ihrem Gesundheitsverhalten aufeinander. Der Ansatz des MiMi-Gesundheitsprojekts in Niedersachsen soll deshalb die drei Generationen thematisch berühren und die Teilnahme aus allen Altersstufen ermöglichen. Ziel des Projektes ist es, mehrsprachige und kultursensible Gesundheitsförderung und Prävention für Migrantinnen und Migranten, die im Bundesland Niedersachsen leben, anzubieten.
Dazu werden engagierte Migrantinnen und Migranten als interkulturelle Gesundheitsmediatoren gewonnen und geschult, die dann ihre Landsleute in der jeweiligen Muttersprache über das deutsche Gesundheitssystem und zu weiteren Themen der Gesundheitsförderung und Prävention informieren.

Das Projekt richtet sich vorrangig an Migrantinnen und Migranten mit den Muttersprachen Arabisch, Bosnisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Persisch, Russisch, Serbisch, Spanisch und Türkisch. Mit Unterstützung der ausgebildeten Gesundheitsmediatoren und der Akteure des Gesundheitswesens wird die Eigenverantwortung von Migranten für ihre Gesundheit gestärkt und damit die „gesunde Integration“ von Migrantinnen und Migranten in Niedersachsen unterstützt.

Im Rahmen von MiMi arbeiten der Landkreis Celle, der Jugendmigrationsdienst Celle und die Arbeiterwohlfahrt Celle mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. in Hannover zusammen. Weitere Informationen über die Ausbildung zur Gesundheitsmediatorin und zum Projekt sind bei der Projektkoordinatorin Suzan Yilmaz (Telefon 0160/2390627, E-Mail: s.yilmaz.mimi@hotmail.com), sowie im Gesundheitsamt des Landkreises oder bei der Stelle für Integration und Migration des Landkreises Celle (Telefon 05141/916-1005) erhältlich.

Informationen zur Auftaktveranstaltung finden Sie hier

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier

Zukunftschance Zuwanderung
Forschungsprojekt zu Integrationspotenzialen im Landkreis Celle

Das Projekt der Schader-Stiftung, das sich an Kommunen in strukturschwachen und ländlich geprägten Regionen richtet, will in den kommenden drei Jahren die teilnehmenden Städte und Landkreise fit machen für Zuwanderung und Integration. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sollen Potenziale kommunaler Zuwanderungspolitik ermittelt und umgesetzt werden.

Ausgewählt wurden neben dem Landkreis Celle mit der Stadt Bergen bundesweit sechs weitere Städte und Landkreise, die in Bezug auf Integration und Migration mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen an den Start gehen. Allen gemeinsam ist die Bereitschaft, sich mit den integrationspolitischen Fragestellungen in ihrer Kommune zukunfts- und potenzialorientiert auseinanderzusetzen.

In den beteiligten Kommunen sollen Prozesse der interkulturellen Öffnung angestoßen und neue Modelle auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Die dafür erforderlichen Forschungsarbeiten werden vom Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration (DESI) in
Kooperation mit dem Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung (imap) durchgeführt.

In der esrten Phase des projektes werden Akteure und Fachleute vor Ort befragt. Die breite Beteiligung der Menschen in Bergen ist dabei ein wichtiges Anliegen. Unterstützt wird das Team von Karen Schledermann, Hauptamtsleiterin der Stadt Bergen und Stefan Becker, Projektmanager der Stadt Bergen, die schon vorab umfangreiche Informationen zusammengestellt hatten. Die Ergebnisse der Interviews sollen Ende November veröffentlicht werden. In der zweiten Phase des Projektes, die 2013 beginnt, wird das imap-Institut in einem Coachingverfahren Fortbildungen im Bereich „Interkulturelle Kompetenz“, „Diversity“ und „Interkulturelle Öffnung“ anbieten.

Damit auch Kommunen, die nicht selbst beteiligt sind, von den Erkenntnissen profitieren können, wird die Schader-Stiftung alle gewonnenen Daten aufbereiten und diese zeitnah auf ihrer Internetplattform veröffentlichen.

Das auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegte Projekt (2012 bis 2014) wird von der Schader-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dem Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund durchgeführt. Projektträger und -koordinator ist die Schader-Stiftung. Die Finanzierung erfolgt mit Mitteln aus dem Europäischen Integrationsfonds, der Projektförderung des BAMF und des Hessischen Justizministeriums sowie mit Eigenmitteln der Stiftung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.schader-stiftung.de und unter www.integrationspotenziale.de.

Eine aktuelle Projektkonzeption finden Sie hier

Bei Fragen zum Projekt können Sie sich auch an die Stelle für Integration und Migration des Landkreises Celle, Ulrike Brinken, wenden, Telefon 05141 – 916 1005.

Pressemitteilung der Stadt Bergen vom 09.05.2012

Pressemitteilung der Stadt Bergen vom 05.07.2012

Pressemitteilung der Stadt Bergen vom 26.03.2013

Pressemitteilung der Stadt Bergen vom 18.03.2014

Interkulturelle Schreibwerkstatt

Informationen zum Projekt "Interkulturelle Schreibwerkstatt" und dem Buch "Fremde - Frauen - Freundinnen" finden Sie

hier:

Interkulturelle Schreibwerkstatt macht Schule
Ein Projekt für weiterführende Schulen im Landkreis Celle

Das Projekt „Interkulturelle Schreibwerkstatt“ wurde 2010 mit der Veröffentlichung des Buches “Fremde – Frauen - Freundinnen“ abgeschlossen. Um die Inhalte des Buches und die Ideen dieses Integrationsprojektes einer breiteren und jüngeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde das Konzept „Interkulturelle Schreibwerkstatt macht Schule“ entwickelt.

Detaillierte Informationen zu dem Konzept finden Sie hier

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Ulrike Brinken, Tel. 05141 916 1005

Grenzenlos

Der Deutsche Frauenring - Ortsring Celle - und die Frauengruppe „Hevi“ des Êzidischen Kulturzentrums Celle, in Zusammenarbeit mit der Frauenbegegnungsstätte „Selis“ in Batman (Türkei) arbeiten seit  Oktober 2011 an einem  gemeinsamen  Integrationsprojekt.  Der Kontakt nach Batman ergab sich, da der  überwiegende Teil der heute hier ansässigen Êziden aus der Türkei ursprünglich aus der Region um Batman kam.

Je eine Frauengruppe in Celle und in Batman haben sich gegenseitig fotografiert. Die Idee, das Alltagsleben von Frauen aus verschiedenen Kulturen auf Fotos festzuhalten, entstand um einen sprachunabhängigen Austausch zu ermöglichen. Die Bilder bieten eine Form der  Kommunikation über viele Grenzen hinweg. Ein darüber hinaus wichtiger Aspekt des Projektes waren die Gemeinsamkeiten der  kurdischen Frauen in ihrer neuen Heimat Deutschland im Vergleich zum Leben der Frauen in der Türkei.

Es entstand eine Fotoausstellung, die im März 2013 der Celler Öffentlichkeit präsentiert wurde. Höhepunkt und Ende des Projektes wird eine Reise der Frauen aus Celle nach Batman sein.
Die Teilnehmerinnen wollen sich dort  mit der  kurdischen Projektgruppe  treffen  und die entstandenen Bilder beider Gruppen sollen in einer gemeinsamen Ausstellung  gezeigt werden.

Die Ausstellung kann bei Interesse ausgeliehen werden.

Kontakt: Deutscher Frauenring, Ortsring Celle,
Georgia Langhans, georgia.l@gmx.de Tel. 05141 /36946

oder  

Deutscher-Frauenring-Celle@gmx.de

Deutschland kompakt

Auf dem Weg in die deutsche Gesellschaft

Die Seminarreihe "Deutschland kompakt" unterstützt Zugewanderte mit der Vermittlung von Wissen und Kontakten

Im Februar 2012 startete das erste Mal eine Seminarreihe, die Migrantinnen und Migranten im Landkreis Celle Wege in ein gesellschaftliches Engagement erleichtern soll. "Deutschland kompakt" wendet sich an aktive Ausländerinnen und Ausländer mit guten Sprachkenntnissen, die mehr über ihre neue Heimat wissen wollen.

Die Forderung nach der Bereitschaft zur Integration und die Möglichkeiten, dieser Forderung nachzukommen, sind ein viel diskutiertes Thema. Grundlagen für Erfolge in diesem Bereich sind unumstritten ausreichende Sprachkenntnisse.

Was Zugewanderte darüber hinaus benötigen, um sich integrieren zu können, liegt nicht immer auf der Hand. Detailkenntnisse über die Strukturen der Gesellschaft und die Möglichkeit sich zu engagieren gehören auf jeden Fall dazu. Netzwerke und Kontakte zu Unterstützerinnen und Unterstützern sind in der Regel hilfreich.

Auf Anregung und mit Unterstützung des Landkreises Celle vermitteln die Volkshochschule mit der Seminarreihe "Deutschland kompakt" interessierten Migranten Kenntnisse und Kontakte, die die Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration sind.

Das Seminar wendet sich an Zugewanderte, die die deutsche Sprache sprechen, erste Erfahrungen in Deutschland gesammelt haben, bisher aber noch keine Gelegenheit hatten, sich über Aufgabenverteilung und Mitwirkungsmöglichkeiten in unserer Gesellschaft zu informieren.

An mehreren Vormittagen erhalten die Teilnehmenden in Fachvorträgen Kenntnisse über die gesetzlichen Grundlagen der deutschen Demokratie, die Aufgaben der Kommunalverwaltung, das Bildungs- und Schulsystem, sowie Vorsorgemöglichkeiten für Alter und Krankheit.

Besuche bei Ämtern und Institutionen sowie Gespräche mit Fachleuten sind Teil der Schulung. Einen besonderen Schwerpunkt des Programms stellt das ehrenamtliche Engagement mit und ohne deutsche Staatsbürgerschaft dar.

Die Veranstaltung umfasst 50 Unterrichtsstunden, die über vier Wochen erteilt werden. Der Unterricht findet vormittags von 8.35 bis 12 Uhr statt.

Interessierte können sich auch beim Landkreis Celle im Ordnungsamt bei Frau Brinken, Telefon 05141 - 916 1005, informieren.