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Der Landkreis informiert
29. Dezember 2017
Vorsicht beim Umgang mit Feuerwerkskörpern

Tipps und Ratschläge der Brandschutzprüfer des Landkreises zum Jahreswechsel

Celle (lks). Seit Donnerstag dürfen wieder Feuerwerkskörper für Silvester verkauft werden. Damit die Geister des alten Jahres aber unfallfrei durch die Feuerwerkskörper vertrieben und das neue Jahr begrüßt werden, gilt es ein paar Regeln zu einzuhalten. Die Brandschutzprüfer des Landkreises empfehlen folgende Verhaltensregeln im Umgang mit Feuerwerkskörpern:

Hinweise auf den Verpackungen sollten vor dem Gebrauch der Feuerwerkskörper auch wirklich gelesen werden. Anweisungen zum Abstand und Umgang mit Knallkörpern, Raketen und anderen Feuerwerksartikeln, die als Tisch- oder als Außenfeuerwerk Anwendung finden, sollten dringend berücksichtigt werden. Besonders in engen Straßenzügen und ländlichen Wohngebieten mit Scheunen und Ställen sind diese Regeln zu beachten. In der Vergangenheit hat es immer wieder Brände an landwirtschaftlichen Gebäuden gegeben, die durch fahrlässigen Umgang mit Feuerwerk entstanden sind.

Das Abrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet-und Fachwerkhäusern ist verboten. Die Stadt Celle hat auf Grund dieser Regelung eine Allgemeinverfügung zum Verbot der Benutzung von Feuerwerkskörpern in der Altstadt erlassen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass der Gebrauch von „Himmelslaternen" seit April 2009 in Niedersachsen ebenfalls untersagt worden ist.

Große Vorsicht ist auch geboten beim Umgang mit Tischfeuerwerk. Papiertischdecken und Dekorationen entzünden sich sehr leicht. Weiterhin ist der Umgang mit offenem Feuer wie Kerzen nicht gefahrlos. Beim Verlassen des Raumes sollten solche Feuer gelöscht werden, denn durch Zugluft in Verbindung mit offenem Feuer kann sehr schnell eine Brandausbreitung entstehen. Auch Weihnachtsdekorationen und Gestecke sind zum Jahreswechsel schon sehr trocken und somit leicht entzündlich. Haus- oder Wohnungsinhaber sollten in diesem Zusammenhang an die Bereithaltung von Löschmittel im Haus denken: Ein Eimer oder Gießkanne mit Wasser oder sogar ein moderner Schaumfeuerlöscher kann viel Geld und Ärger ersparen.

Um sofort auf einem Schwelbrand im Haus aufmerksam zu werden, sind unter anderem seit Ende 2015 Rauchwarnmelder in den Wohnungen Pflicht. Diese kleinen, leicht an der Decke anzubringenden, Geräte können im Brandfall Leben retten, wie es vor einigen Tagen bei einem Feuer in Eschede der Fall war. Heute ist nicht mehr unbedingt das Feuer lebensbedrohlich, sondern eher der giftige Rauch, der durch Brandzersetzung besonders bei den vielen Kunststoffen entsteht. Wer noch keine Rauchmelder hat, sollte sich oder Freunde beim nächsten Geburtstag, der nächsten Einweihung oder zu Weihnachten einen Rauchmelder zu schenken.