Essen Sie gesund? Mit wenig Fett?

Merkblatt des Gesundheitsamtes

"Fett ist wichtig!"

Es verleiht vielen Speisen den guten Geschmack und liefert dem Körper lebensnotwendige Energie für die Muskelarbeit, die vielfältigen Aufgaben der Körperzellen oder den Transport von Nährstoffen und Vitaminen.

  • Aber: Zu viel Fett macht leider auch fett und auf Dauer krank.

Viele unserer Zivilisationskrankheiten gehen auf falsche Essgewohnheiten zurück: Herz-/Kreislaufkrankheiten, Diabetes bis hin zu Krebserkrankungen. Trotz des Wissens um diese Zusammenhänge wird in unseren Breiten gern zu viel, zu süß, zu salzig und zu fett - vor allem zu viel "falsches" Fett gegessen.

  • Die Folgen:

Aus dem überschüssigen Energieangebot legt der Organismus Körperfett an, das einerseits gewisse sinnvolle Schutzfunktionen erfüllt, im Übermaß jedoch auch zum "Übermaß" und damit zu ernsten Erkrankungen führen kann. Zu hoher Fettverzehr ist zweifellos die Hauptsache für Übergewicht und seine Folgen.

"Der Mensch ist, was er isst"

Daher beim Fettverzehr nicht nur die Menge sondern auch die Qualität beachten!

Als einfache Grundregel gilt: Pflanzliche Fette sind denen tierischer Herkunft vorzuziehen.

Lebensmittel tierischer Herkunft wie Milch, Fleisch, Eier, Butter enthalten hauptsächlich die sogenannten gesättigten Fettsäuren. Sie sind mit für die Höhe des Cholesterinspiegels im Blut verantwortlich. Wer gesünder essen will, sollte vor allem den Verzehr gesättigter (tierischer) Fette reduzieren.

  • Nicht verzichten hingegen kann der menschliche Organismus auf einfache und mehrfache ungesättigte Fettsäuren, die überwiegend aus Pflanzen stammen.

Lein-, Soja-, Distel-, Maiskeim-, Raps- und Sonnenblumenöl liefern lebenswichtige Bausteine für Hormone und Abwehrstoffe. Olivenöl wirkt sich günstig auf den Cholesterinspiegel aus. Für gesunde Erwachsene ohne Übergewicht empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) pro Tag etwa 70-80g Fett. Haushaltspraktisch abgemessen sind das etwa 14-16 Teelöffel. Der tatsächliche durchschnittliche Verbrauch - auch durch versteckte Fette! - ist fast doppelt so hoch!

"Fettfallen!" Vorsicht!

Vor allem die versteckten Fette in Wurst, Käse, Fleisch, Eiern, Sahne und Snacks sind die "Dickmacher" Nummer eins. "Fettnäpfchen" lauern überall! Wer denkt schon beim herzhaften Biss in ein zartes Wiener Würstchen (70g), dass darin 20g oder 4 Teelöffel Fett enthalten sind?! Ein ebenso fettgeballtes Innenleben hat sogar ein saurer Rollmops (125g Fischgewicht). Und eine einzige Pralinenkugel trägt immerhin 5g bzw. einen Teelöffel Fett in sich. Die Reihe der Beispiele lässt sich beliebig fortsetzen ...

Empfehlungen und Hilfe durch den Ernährungskreis
"Nicht zuviel und nicht zuwenig"

Unser Ernährungskreis unterteilt die Lebensmittel in die Gruppen 1-7

  • Wählen Sie täglich und reichlich Lebensmittel aus den Gruppen 1- 5.
  • Essen Sie weniger Lebensmittel aus den Gruppen 6 und 7.
  • Wechseln Sie vor allem bei der Wahl von Lebensmittel aus der Gruppe 6 konsequent ab.

Übergewicht belastet den Kreislauf und die Gelenke. Starkes Übergewicht kann eine Reihe von Krankheiten auslösen. Aber auch Untergewicht kann schwerwiegende Gesundheitsstörungen verursachen. Also kontrollieren wir unser Gewicht regelmäßig!

Das richtige Gewicht für Erwachsene kann man nach der einfachen Broca-Formel errechnen:

  • Körpergröße in Zentimetern minus 100 = Gewicht in Kilogramm

Sie erhalten dann Ihr Normalgewicht. Schwankungen um 10 Prozent nach oben und nach unten sind noch unbedenklich.

Gesund essen, gesund aussehen, sich gesund fühlen - und sich viel bewegen!!!

Ansprechpartner

Carsten Bauer
Amtsarzt

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Fax:
E-Mail:

127
05141 / 916 5001
05141 / 916 5099
Carsten.Bauer@lkcelle.de

Weitere Informationen können Sie auch abrufen unter:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
www.bzga.de(externer Link)

Deutsche Gesellschaft für Ernährung
www.dge.de (externer Link)

aid infodienst Verbraucherschutz - Ernährung - Landwirtschaft e.V.
www.aid.de (externer Link)

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

www.bmelv.de (externer Link)