Campylobacter und Yersinien

Merkblatt des Gesundheitsamtes

Erkennen und Vermeiden

Campylobacter gehören nach den Salmonellen zu den häufigsten Erregern von infektiösen Durchfällen. Diese Bakterienart kommt bei Säugetieren und Vögeln, insbesondere bei landwirtschaftlich genutzten Geflügelarten vor.

Lebensmittelinfektionen durch Yersinien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Schlachttiere und Geflügel haben für die Infektion des Menschen die größte Bedeutung.

Die Erreger sind relativ umweltresistent. Durch Erhitzen werden sie allerdings leicht abgetötet.

Wie werden Campylobacter und Yersinien übertragen?

Die Übertragung erfolgt wie bei den Salmonellen meist durch verunreinigte Lebensmittel. Als Keimherde sind in erster Linie rohes oder ungenügend erhitztes Fleisch und Fleischprodukte, Geflügel sowie Milch (vor allem Rohmilch) und Milchprodukte zu nennen.

In seltenen Fällen werden die Keime auch direkt vom Tier auf den Menschen übertragen.

Wie äußert sich eine Infektion?

Einige Tage nach der Infektion kommt es zu Durchfällen, die durchaus blutig sein können und mit kolikartigen Schmerzen auftreten können. Begleitet wird die Krankheit von Fieber, Müdigkeit und Kopfschmerzen. In seltenen Fällen werden Muskelschmerzen und Erbrechen beobachtet.

Die Dauer der Krankheit beträgt im allgemeinen 1 Woche. Eine Behandlung durch den Hausarzt ist in aller Regel ausreichend.