EHEC

Merkblatt des Gesundheitsamtes

Erkennen und Vermeiden

EHEC ist die Abkürzung für "enterohämorrhagischen Escherichia coli". Als Quelle dieser zur Gruppe der sogenannten „Escherichia-coli-Bakterien“ gehörenden Erreger zählen landwirtschaftlich genutzte Tiere - vor allem Rinder, aber auch kleine Wiederkäuer wie Schafe und Ziegen.

Wie werden EHEC-Bakterien übertragen?

Übertragen werden die krankmachenden Keime einerseits durch die Aufnahme verunreinigter Lebensmittel, aber auch von Mensch zu Mensch (Kontaktausbreitung). Hier sind in erster Linie nicht pasteurisierte Milch und Milchprodukte, rohes oder nicht ausreichend gegartes Fleisch und Fleischprodukte zu nennen.

Die Inkubationszeit beträgt meist ein bis drei, höchstens acht Tage.

Wie äußert sich eine Infektion durch EHEC-Bakterien?

Die meisten Infektionen mit EHEC verlaufen komplikationslos und bleiben deshalb vielfach unerkannt. Bei Personen, deren Immunsystem geschwächt ist sowie bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen kann es jedoch zu schweren Krankheitsbildern kommen.

Zu den Symptomen einer EHEC-Infektion gehören wässrige oder wässrig blutige Durchfälle, Übelkeit, Erbrechen, zunehmende Unterleibschmerzen und in seltenen Fällen Fieber. Bei zirka fünf bis zehn Prozent führt die Infektion zu Blutarmut (die roten Blutkörperchen werden zerstört), Nierenversagen und/oder neurologische Veränderungen. Zur Vermeidung dieser folgenschweren Schäden ist eine Früh-Erkennung der Infektion besonders bei kleinen Kindern von größter Bedeutung.

Die Keimausscheidung dauert im Normalfall fünf bis zwanzig Tage, kann aber auch bis zu einem Monat betragen.