Ansteckungsfähige Hirnhautentzündung: Meningokokken-Meningitis

Merkblatt des Gesundheitsamtes

Eine Hirnhautentzündung (Meningitis) kann durch verschiedene Viren oder Bakterien verursacht werden.

Erkrankungsfälle einer Meningokokken-Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung) sind gemäß Infektionsschutzgesetz dem Gesundheitsamt zu melden.

Da die bakteriellen Erreger der Hirnhautentzündung vor allem den Nasen-Rachen-Raum besiedeln, erfolgt die Erreger-Übertragung von Mensch zu Mensch fast ausnahmslos durch Tröpfchen (Tröpfcheninfektion) aus Nasen-Rachen-Sekreten. Die Erreger sind auch bei Gesunden nachweisbar. Außerhalb des menschlichen Körpers sind Meningokokken praktisch nicht überlebensfähig.

Solange die Erreger aus dem Nasen-Rachen-Raum isoliert werden können, besteht Ansteckungsfähigkeit. 24 Std. nach Beginn einer wirksamen Therapie mit Antibiotika ist man nicht mehr infektiös.

  • Die Meningokokken-Meningitis ist die einzige bakterielle Hirnhautentzündung, die auch epidemisch und saisonal auftreten kann.
  • Die Inkubationszeit - die Zeit zwischen Ansteckung und dem Auftreten erster Krankheitszeichen (Symptomen) - beträgt 2 - 10 Tage, in der Regel weniger als 4 Tage.
  • Besondere, über die allgemeine Hygiene in Gemeinschaftseinrichtungen hinausgehende Hygienemaßnahmen sind bei Auftreten in einer Schule oder Kindergarten nicht erforderlich.
  • Da diese bakterielle Erkrankung durchaus sehr schwer verlaufen kann, ist für eine erfolgreiche Behandlung ein frühzeitiges Erkennen erster verdächtiger Krankheitszeichen (Symptome) entscheidend. Kontaktpersonen sollen daher auf folgende Krankheitszeichen achten:

    plötzliches Fieber/Schüttelfrost - intensive Kopfschmerzen -
    Übelkeit/Erbrechen - Nackensteifigkeit - Bewusstseinsveränderung -
    Hautausschlag


  • Beim Auftreten solcher Frühsymptome sollen sich Kontaktpersonen unverzüglich einem Arzt vorstellen mit dem Hinweis auf eine Meningokokken-Meningitis in der Umgebung.
  • Bei engem Sozialkontakt zu einer an Meningokokken-Meningitis erkrankten Person - Kontaktpersonen - wird vorsorglich die rasche Durchführung einer Chemoprophylaxe mit Antibiotika empfohlen, die ärztlich umgehend zu verordnen ist.

Weitere Auskünfte und Beratung erhalten Sie bei Ihren Haus-/Kinder&Jugendärzten sowie im Gesundheitsamt unter Telefon 05141 / 916 5000.