Wer bekommt Sozialhilfe ?


Sozialhilfe

Die Sozialhilfe ist regelmäßig eine "nachrangige" Hilfe, d.h.: Bevor sie gewährt wird, müssen zunächst alle anderen Möglichkeiten der Hilfe ausgeschöpft sein. Sie richtet sich immer nach der Besonderheit des Einzelfalles, vor allem nach der Person des Hilfeempfängers, der Art seines Bedarfs und den örtlichen Verhältnissen.

Die Sozialhilfe setzt ein, sobald das Sozialamt von der Notlage eines Menschen erfährt, dem Sozialhilfe zusteht. Es muss also nicht notwendigerweise erst ein förmlicher Antrag auf Sozialhilfe gestellt werden. Trotzdem empfiehlt es sich, einen solchen Antrag beim Sozialamt zu stellen, und zwar schriftlich. Das gilt sowohl für den ersten Antrag als auch für spätere Anträge auf weitere Leistungen.

Wenn Sozialhilfe in irgendeiner Form beantragt wird, sind die nachfragenden Personen zur Mitwirkung verpflichtet. Das bedeutet, sie müssen alle für die Bearbeitung eines solchen Antrages notwendigen Tatsachen angeben und Nachweise vorlegen. Erst dann kann das Sozialamt darüber entscheiden, ob und in welchem Umfang Hilfe gewährt werden kann. Beim ersten Besuch im Sozialamt sollten deshalb möglichst alle Unterlagen mitgebracht werden, die über die persönlichen und finanziellen Verhältnisse Auskunft geben, also z.B.:

Einkommensnachweis, Mietvertrag, Rentenbescheid, Belege über Versicherungsbeiträge, Personalausweis, Kindergeldbescheid, Wohngeldbescheid, Schwangerschaftsattest, Scheidungs- und Unterhaltsurteile, Heizkostenquittung, Arbeitslosengeld- oder Arbeitslosenhilfebescheid, Schwerbehindertenausweis, ggf. Sozialversicherungsausweis.


Welches Sozialamt zuständig ist, richtet sich nach dem tatsächlichen Aufenthalt der nachfragenden Personen und der jeweiligen Hilfeart. Die Sozialhilfe wird in

Hilfe zum Lebensunterhalt und den Hilfen in anderen Lebenslagen

unterschieden. Näheres erfahren Sie auf den entsprechenden Seiten.