Alternative Wohnformen

Für den Begriff „Betreutes Wohnen“ gibt es keine eindeutige Definition. Daher werden altengerechte Wohnungen mit Betreuungsleistungen unter vielen Namen (z. B. Seniorenwohnpark, Service Wohnen, Begleitendes/Betreutes Wohnen) angeboten.

Kennzeichnend für viele dieser Wohnformen ist, dass in der Regel neben der Miete für eine zu zahlende monatliche Pauschale Grundleistungen wie z.B. ein Ansprechpartner, ein Hausmeisterdienst, eine 24-Stunden Notrufbereitschaft und die Nutzung von Gemeinschaftsräumen (z.B. Cafeteria), angeboten werden.

Darüber hinaus können zusätzliche Dienstleistungen, bei Bedarf in Anspruch genommen werden (z.B. Essenversorgung, Wohnungsreinigung, Wäscheservice, Einkaufs- und Fahrdienste, Freizeitangebote und ambulante Pflege/Betreuung). Alle Dienstleistungen können durch Verträge mit einem oder mehreren frei wählbaren Dienstleistern vereinbart werden. Dabei sind reine Dienstleistungsverträge oder auch eine Kombination von Dienstleistung-, Pflege- und Betreuungsverträgen möglich. Die Verträge selbst können für die Wohngemeinschaft insgesamt oder für die einzelnen Personen individuell geschlossen werden.

Für alle alternativen Wohnformen gilt, dass die Selbstbestimmung der Mieter im Vordergrund steht.

Wichtig für Interessenten ist, dass nach aktuell gültigem Recht diese Wohnformen nicht der staatlichen Kontrolle durch die Heimaufsichten unterliegen. Erst wenn Wohnungsanbieter und ambulanter Dienst rechtlich und/oder tatsächlich miteinander verbunden sind oder die zusätzlichen Dienstleistungen nicht frei wählbar sind, gilt für diese Einrichtungen unter Umständen das Niedersächsische Heimgesetz (NHeimG).

Wenn Sie weitere Fragen rund um das Thema „Pflege“ haben, wenden Sie sich bitte an den Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen – Bereich Pflegeberatung – in der Blumlage 20, 29221 Celle. Dort werden Sie unabhängig und kostenlos beraten. Die Telefonnummer lautet 0 51 41 – 20 85 141 oder 0 51 41 - 20 85 140.

Sollten Sie Fragen zu der rechtlichen Abgrenzung (insbesondere Anwendbarkeit des NHeimG) haben, dann wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter der Heimaufsicht.