Schutzgebiete und Schutzobjekte im Landkreis Celle

Lutter im Bereich Bargfeld
Lutter im Bereich Bargfeld
Lutter-Quellbereich bei Weyhausen
Lutter-Quellbereich bei Weyhausen
Lutter durchfließt den Auenwald
Lutter durchfließt den Auenwald

Im Landkreis Celle gibt es

  • 21 Naturschutzgebiete,
  •     5 Landschaftsschutzgebiete,
  • 61 Naturdenkmale,
  •     2 Naturwaldreservate und
  •     9 geschützte Landschaftsbestandteile.
Schutzgebiets-Übersichtskarte Landkreis Celle
Schutzgebiets-Übersichts-karte Landkreis Celle

Übersichtskarte aller geschützten Teile von Natur und Landschaft im Landkreis Celle

Diese Schutzgebiete und die Schutzobjekte tragen wesentlich zur Erhaltung der biologischen Vielfalt sowie des vielfältigen, schönen Landschaftsbildes bei.

Die naturschutzrechtliche Schutzkategorie richtet sich nach der Art des zu schützenden Gebietes und des angestrebten Schutzzieles.

Naturschutzgebiete

Naturschutzgebiete sind gemäß § 23 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) verbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist

  1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Lebensstätten, Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten
  2. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder
  3. wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit.

Alle Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebiets oder seiner Bestandteile oder zu einer nachhaltigen Störung führen können, sind nach Maßgabe näherer Bestimmungen verboten.

Die nachfolgenden Seiten bieten detaillierte Informationen über die einzelnen Naturschutzgebiete:
Naturschutzgebiete in Niedersachsen (externer Link zum Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirdschaft, Küsten- und Naturschutz)

Landschaftsschutzgebiete

Landschaftsschutzgebiete sind gemäß § 26 BNatSchG rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft erforderlich ist

  1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, einschließlich des Schutzes von Lebensstätten und Lebensräumen bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten,
  2. wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit oder der besonderen kulturhistorischen Bedeutung der Landschaft  oder
  3. wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung.

In einem Landschaftsschutzgebiet sind unter besonderer Beachtung des § 5 Absatz 1 BNatSchG und nach Maßgabe näherer Bestimmungen alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebiets verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen.

Verordnung des Landkreises Celle über das Landschafts-
schutzgebiet "Südheide"

(Hinweis: Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat mit Urteilen vom 24.08.2001 und 13.12.2001 für Recht erkannt, dass die Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Südheide" hinsichtlich § 3 Abs. 1 Buchstaben b) (Bauregelung), d) (Fließgewässerbefahrensregelung) und g) (Reitregelung) sowie Abs. 2 Buchstabe d) (Fließgewässerbefahrensregelung) nichtig ist. Die neuen Regelungen zum Befahren der Heidebäche Örtze, Lachte und Aschau finden Sie unter dem Punkt Befahrensregelung von Fließgewässern in der nebenstehenden Navigationsleiste.)

Verfahren Neuausweisung Landschaftsschutzgebiet Südheide

Mit der Neuausweisung und Neuabgrenzung des Landschaftsschutzgebietes „Südheide“ sollen die besondere Wertigkeit des Raumes für den Naturhaushalt und das Landschaftsbild und dessen Bedeutung für den Biotopverbund dauerhaft gesichert werden.

Diese Sicherung ist darüber hinaus eine wesentliche Grundlage für den bestehenden, fast vollständig durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete geschützten Naturpark "Südheide", mit dem eine Balance zwischen intakter Natur, ihrer Nutzung für den landschaftsbezogenen und sanften Tourismus, wirtschaftlichem Wohlergehen und guter Lebensqualität angestrebt wird. Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes "Südheide (Landkreis Celle)" werden Grundlagen für die Überarbeitung der Grenzen des Naturparks "Südheide" sein.

Im Rahmen des vorgezogenen Beteiligungsverfahrens zur Neuausweisung und Neuabgrenzung des LSG "Südheide" hatten die betroffenen Kommunen, Behörden, Träger öffentlicher Belange, anerkannten Naturschutzvereinigungen und Interessenvertretungen Gelegenheit, Anregungen bzw. Einwendungen in den Planungsprozess einzubringen. Beteiligt haben sich 10 Kommunen, 12 Behörden, 8 Träger öffentlicher Belange, 5 Naturschutzvereinigungen, 2 Interessenvertretungen und 51 private Einwender. Diese Ergebnisse bzw. Erkenntnisse der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung sind Gegenstand des Abwägungsmaterials.

Der Kreisausschuss hat die Verwaltung am 23.10.2013 beauftragt, das Verfahren gem. § 14 NAGBNatSchG zur Neuausweisung und Neuabgrenzung des Landschaftsschutzgebietes "Südheide" auf Grundlage des vorgelegten Entwurfs einzuleiten und die im Rahmen des vorgezogenen Beteiligungsverfahrens eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen zu beantworten.

Das Verfahren gem. § 14 NAGBNatSchG zur Neuausweisung und Neuabgrenzung des Landschaftsschutzgebietes "Südheide" wurde im Juni 2015 eingeleitet.

Der Entwurf der Verordnung lag im Zeitraum Juli bis September 2015 sechs Wochen lang zur allgemeinen Einsicht bei den betroffenen Gemeinden öffentlich aus (je nach Gemeinde unterschiedliche Auslegungszeiträume). Ort und Dauer der Auslegung wurden mindestens eine Woche vor der Auslegung mit dem Hinweis darauf ortsüblich bekannt gemacht, dass jedermann während der Auslegungszeit bei der Gemeinde oder beim Landkreis Celle, Naturschutzbehörde, Bedenken und Anregungen vorbringen kann.

Die Auswertung der eingegangenen Einwendungen/Stellungnahmen dauert noch an. Nach Abschluss der Auswertung wird der Entwurf der Verordnung den zuständigen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Amt für Umwelt und ländlichen Raum, Abteilung Natur- und Landschaftsschutz

Abteilungsleiter:
Andreas Thiess
Telefon: 05141 / 916 6602
E-Mail: Andreas.Thiess@lkcelle.de

Naturdenkmale

Naturdenkmäler sind gemäß § 28 BNatSchG rechtsverbindlich festgesetzte Einzelschöpfungen der Natur oder entsprechende Flächen bis zu fünf Hektar, deren besonderer Schutz erforderlich ist

  1.  aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder
  2.  wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit.

Die Beseitigung des Naturdenkmals sowie alle Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturdenkmals führen können, sind nach Maßgabe näherer Bestimmungen verboten.

Geschützte Landschaftsbestandteile

Zu geschützten Landschaftsbestandteilen können z. B. Bäume, Hecken oder Wasserläufe bestimmt werden. Voraussetzung ist, dass sie bestimmte, ökologische oder ästhetische Funktionen erfüllen. Für das gesamte Gebiet der Stadt Celle ist die Stadt Celle zuständig. Im übrigen Gebiet des Landkreises sind die Gemeinden für die im Zusammenhang bebauten Ortsteile und der Landkreis für den Außenbereich zuständig.

Biotope

Als Biotope bezeichnet man Lebensräume in denen bestimmte Lebensgemeinschaften aus Tier- und Pflanzenarten vorkommen. Bestimmte Teile von Natur und Landschaft, die eine besondere Bedeutung als Biotope haben, werden gemäß § 30 BNatSchG gesetzlich geschützt (allgemeiner Grundsatz).

Handlungen, die zu einer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung folgender Biotope führen können, sind verboten:

  1. natürliche oder naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer einschließlich ihrer Ufer und der dazugehörigen uferbegleitenden natürlichen oder naturnahen Vegetation sowie ihrer natürlichen oder naturnahen Verlandungsbereiche, Altarme und regelmäßig überschwemmten Bereiche,
  2. Moore, Sümpfe, Röhrichte, Großseggenrieder, seggen- und binsenreiche Nasswiesen, Quellbereiche, Binnenlandsalzstellen,
  3. offene Binnendünen, offene natürliche Block-, Schutt- und Geröllhalden, Lehm- und Lösswände, Zwergstrauch-, Ginster- und Wacholderheiden, Borstgrasrasen, Trockenrasen, Schwermetallrasen, Wälder und Gebüsche trockenwarmer Standorte,
  4. Bruch-, Sumpf- und Auenwälder, Schlucht-, Blockhalden- und Hangschuttwälder, subalpine Lärchen- und Lärchen-Arvenwälder,
  5. offene Felsbildungen, alpine Rasen sowie Schneetälchen und Krummholzgebüsche,
  6. Fels- und Steilküsten, Küstendünen und Strandwälle, Strandseen, Boddengewässer mit Verlandungsbereichen, Salzwiesen und Wattflächen im Küstenbereich, Seegraswiesen und sonstige marine Makrophytenbestände, Riffe, sublitorale Sandbänke, Schlickgründe mit bohrender Bodenmegafauna sowie artenreiche Kies-, Grobsand- und Schillgründe im Meeres- und Küstenbereich

Gesetzlich geschützte Biotope sind gemäß § 24 des Niedersächsischen Ausführungsgesetzes zum BNatSchG (NAGBNatSchG) auch

  1. hochstaudenreiche Nasswiesen,
  2. Bergwiesen,
  3. natürliche Höhlen und Erdfälle.

Besondere Schutzanordnungen

Um besonders geschützten Tieren Lebensstätten oder Lebensmöglichkeiten zu erhalten oder zu verschaffen, kann die Naturschutzbehörde für bestimmte Gebiete und begrenzte Zeit durch Verordnung oder Einzelanordnung bestimmte Handlungen untersagen oder Eigentümer und Nutzungsberechtigte zur Duldung bestimmter Schutz- und Pflegemaßnahmen verpflichten.

Kartenerstellung und –verwaltung

Frau Sabine Pusch und Frau Erika Surborg sind u.a. zuständig für die Erstellung und Verwaltung der Schutzgebietskarten.

Ihr Ansprechpartner für Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete:

Stefan Hasselberg
Telefon:05141 / 916 6612
E-Mail: Stefan.Hasselberg@lkcelle.de

Ihr Ansprechpartner für geschützte Landschaftsbestandteile, Biotope und besondere Schutzanordnungen:

Dennis Harnack
Telefon:05141 / 916 6639
E-Mail: Dennis.Harnack@lkcelle.de

Ihr Ansprechpartner für Naturdenkmale:

Heinrich Wingbermühle
Telefon:05141 / 916 6621
E-Mail: Heinrich.Wingbermuehle@lkcelle.de