Informationen zu BSE

BSE steht für (bovine spongioforme Encephalopathie) - die schwammartige Veränderung des Gehirns beim Rind.
BSE wird durch PRIONEN -Eiweißkörper ohne genetische Strukturen- verursacht. Hauptursache für die Übertragung der Krankheit ist die Verfütterung von infiziertem Tiermehl an Rinder. Bei den in der Zeit vom 26.11.2000 bis 31.12.2005 insgesamt 389 positiv auf BSE getesteten Rindern (Quelle: Tierseuchenjahresbericht 2005 des Friedrich-Löffler-Institutes (FLI) Stand: September 2006) vermutet man, dass die an Kälber verfütterte Ersatzmilch tierisches Eiweiß oder Fett enthalten hat, das nicht ausreichend in Tierkörperbeseitigungsanstalten behandelt wurde.
Dieser Vermutung steht die Aussage des BgVV (Bundesamt für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin) entgegen, dass in Deutschland mit dem Druck-Sterilisations-Verfahren hergestelltes Tiermehl wissenschaftlich als sicher angesehen wird.
Dennoch wurde durch Gesetz ein generelles Fütterungsverbot für Tiermehl ausgesprochen. Das in Tierkörperbeseitigungsanstalten hergestellte Tiermehl muss über Müllverbrennungsanlagen oder andere Erhitzungseinrichtungen entsorgt werden. Damit verursacht Tierkörperbeseitigung nur noch Kosten, die von den Tierhaltern, dem Schlachtgewerbe und den Landkreisen voll zu finanzieren sind. In Niedersachsen geht es immerhin um Beträge im dreistelligen Millionenbereich.
Wissenschaftliche Institutionen in der Europäischen Union (EU) gehen davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen BSE und der neuen Variante der Creutzfeldt-Jacob-Krankheit (CJK) bei Menschen besteht. Der endgültige wissenschaftliche Beweis dafür steht allerdings noch aus. In Deutschland wurde diese neue Variante von CJK bislang nicht diagnostiziert.
Im Experiment konnte mit dem Muskelfleisch BSE-erkrankter Tiere keine BSE-Infektion aus-gelöst werden. Milch und Milchprodukte gelten wissenschaftlich als unbedenklich, alle Infektionsversuche waren negativ.
Das Fleisch von Schwein, Geflügel und Fisch ist nach heutigem Wissen in Bezug auf ein BSE-Risiko als sicher anzusehen.
Seit dem 1. Oktober 2000 muss bei der Schlachtung das sogenannte Risikomaterial (Schädel, einschl. Gehirn und Augen, Rückenmark und Mandeln) von über ein Jahr alten Rindern, Schafen und Ziegen, sowie der Darm von allen Rindern entfernt werden. Es ist allergrößte Sorgfalt gefordert, dass auch nicht kleinste Reste von diesem Risikomaterial in Fleisch- und Wurstwaren verarbeitet werden.
Seit dem 1. Dezember 2000 muss das Gehirn von über 24 Monate alten Schlachtrindern mit dem BSE - Schnelltest untersucht werden. Diese Altersgrenze wurde deshalb festgelegt, weil sich die Infektion nur bei Tieren sicher nachweisen lässt, die mindestens 24 Monate alt sind und bei denen die Erkrankung bereits deutlich fortgeschritten ist. Deshalb sind negative Testergebnisse bei jüngeren Tieren nicht aussagekräftig.
Ab dem 1. Januar 2001 werden alle verendeten und an die Tierkörperbeseitigungsanstalt angelieferten Rinder ebenfalls im Schnelltest auf BSE untersucht. Diese Maßnahme dient in erster Linie der Verbesserung der Überwachung und der Ermittlung des tatsächlichen BSE-Status in Deutschland.
Große Hoffnungen werden in einen Test gesetzt, mit dem über das Blut (also am lebenden Tier) eine BSE-Infektion festgestellt werden kann. Zahlreiche Teams forschen auf diesem Gebiet. Über erste (hoffnungsvolle) Ergebnisse wurde bereits berichtet.

Alle Maßnahmen und gesetzlichen Regelungen haben nur ein Ziel:

Den Verbraucher vor einem Restrisiko in Bezug auf BSE zu schützen und Vertrauen in das hochwertige Lebensmittel Fleisch wiederzugewinnen.

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