Schloss Celle

 

Schloss Celle, Schloßplatz 1, 29221 Celle Tel. (05141) 12373

Schlossführung
April-Oktober: Di.-So. 10-16 Uhr stündlich
November-März: Di.-So. 11 und 15 Uhr
Abteilung Landesgeschichte des Bomann-Museums
Ganzjährig Di.-So. 10-16.30 Uhr

Eine Ansiedlung namens "Kellu" auf dem Gebiet des heutigen Ortsteiles Altencelle wurde 993 erstmals urkundlich erwähnt. Herzog Otto der Strenge gründete 1292 weiter westlich die Stadt Celle neu. Gleichzeitig begann der Bau einer Burganlage, aus der sich ein Schloss entwickelte, nachdem Herzog Albrecht von Braunschweig und Lüneburg 1378 seine Residenz hierher verlegt hatte. Mehrfach umgestaltet, weist es heute Formen der Spätgotik, der Renaissance und des Barock auf. Der Rundgang führt im Nordflügel durch die wieder eingerichteten Staatsgemächer des letzten Herzogs Georg Wilhelm (1624-1705) mit barocken Stuckdecken von Giovanni Batista Tornielli, Möbeln und Gemälden des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Schlosstheater im Nordwestturm, um 1665-80 von Guiseppe Arighini errichtet, wird heute noch bespielt.

Die Kapelle im Südosten des Schlosses, geweiht 1485, mit reicher, nachreformatorischer Renaissance-Ausstattung, ist der künstlerisch interessanteste Raum der Anlage. In ihr sind die Kanzel von 1565, die Orgel von 1570 und die musizierenden Engel an den Emporenbrüstungen besonders erwähnenswert. Die malerische Ausgestaltung aus der Zeit um 1565-70 stammt von dem flämischen Manieristen Marten de Vos und seiner Schule. Die Kapelle ist die einzige noch vollkommen erhaltene Hofkapelle aus frühprotestantischer Zeit in Deutschland. Im Ostflügel des Schlosses befindet sich die Abteilung Landesgeschichte des Bomann-Museums. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Schicksal der im Celler Exil gestorbenen Dänenkönigin Caroline Mathilde.