Ab dem 01.10.2017 ist es möglich, eine Wiederzulassung für ein Fahrzeug in einem Online-Verfahren durchzuführen.

Dazu müssen diverse Voraussetzungen und Bedingungen erfüllt werden:

  • Die Zulassung erfolgt  für außer Betrieb gesetzte Fahrzeug auf den bisherigen Halter  und das bisherige Kennzeichen. Eine Umschreibung eines Fahrzeuges auf einen anderen Halter ist somit noch nicht möglich.
  • Muss beispielsweise nach einer Heirat ein neuer Name in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden, ist dazu auch der Fahrzeugbrief vorzulegen. Eine Online-Wiederzulassung ist damit ausgeschlossen.
  • Die Zulassung auf eine minderjährige Person ist nicht möglich, weil dazu das Einverständnis des/der Erziehungsberechtigten nachgewiesen werden muss. Dies ist im Online-Verfahren nicht vorgesehen.
  • Die Verwendung von Kennzeichen, die vor der Abmeldung im Rahmen eines Umzuges aus einem anderen Landkreis mitgenommen wurden, ist nicht möglich.
    Das Kennzeichen muss mit „CE-„ beginnen.
  • Der Sicherheitscode auf der Rückseite des Fahrzeugscheines ist erkennbar. Wurde das Fahrzeug nicht auch im Online-Verfahren abgemeldet, müssen Sie diesen Code durch freirubbeln oder Entfernen des Aufklebers noch freilegen.
  • Der Fahrzeughalter ist eine natürliche Person. Somit sind z. B. Zulassungen auf Firmen oder Vereine nicht möglich.
  • Es muss ein Girokonto bestehen, von dem die Kfz-Steuer eingezogen werden kann. Besteht keine Steuerpflicht, müssen Sie einen Hinweis darauf im Rahmen Ihrer Dateneingabe angeben.
  • Seit der Außerbetriebsetzung sind noch keine sieben Jahre vergangen. Die Daten des Fahrzeuges müssen im EDV-Bestand des Kraftfahrtbundesamtes also noch registriert sein.
  • Das Kennzeichen ist noch für dieses Fahrzeug reserviert.
  • Das Kennzeichen ist ein „allgemeines Kennzeichen“. Ausgeschlossen sind also Wechsel-, Saison- und Oldtimerkennzeichen sowie rote oder grüne Kennzeichen und auch E-Kennzeichen.
    Ein Wechsel der Kennzeichenart,  z. B. vom Ganzjahreskennzeichen auf ein Saisonkennzeichen, ist nicht möglich.
  • Die Zulassung kann nicht erfolgen, wenn im Rahmen der Datenprüfung festgestellt wird, dass Sie dem Landkreis Celle noch Gebühren aus dem Kfz-Bereich schulden oder beim Hauptzollamt offene Forderungen aus dem Bereich Kfz-Steuer bestehen.
  • Das Fahrzeug darf nicht nach §2 (1) des Pflichtversicherungsgesetztes von der Versicherungspflicht ausgenommen sein. Darunter fallen Fahrzeuge mit einer bauartbestimmten Höchstgeschwindigkeit bis max. 6km/h, selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Stapler bis 20km/h Höchstgeschwindigkeit und alle Anhänger nach §3(2) Nr. 2 der FZV:
    a) Anhänger in land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben, wenn die Anhänger nur für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke verwendet  und mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 20 km/h hinter Zugmaschinen und selbstfahrenden Arbeitsmaschinen mitgeführt werden
    b) Wohnwagen und Packwagen im Schaustellergewerbe, die von Zugmaschinen mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h mitgeführt werden
    c) fahrbare Baubuden, die von Kraftfahrzeugen mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h mitgeführt werden
    d) Arbeitsmaschinen
    e) Spezialanhänger zur Beförderung von Sportgeräten, Tieren für Sportzwecke oder Rettungsboten des Rettungsdienstes oder Katastrophenschutzes, wenn die Anhänger ausschließlich für solche Beförderungen verwendet werden
    f) einachsige Anhänger hinter Krafträdern, Kleinkrafträdern und motorisierten Krankenfahrstühlen
    g) Anhänger für den Einsatzzweck der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes
    h) land- oder forstwirtschaftliche Arbeitsgeräte
    i) hinter land- oder forstwirtschaftlichen einachsigen Zug- oder Arbeitsmaschinen mitgeführte Sitzkarren
  • Außerdem sind nach den Vorgaben des §15e der Fahrzeug-Zulassungs-Verordnung (FZV) alle in §3(2) FZV genannten Fahrzeugarten von der Online-Wiederzulassung ausgeschlossen:
    1. folgende Kraftfahrzeugarten
    a) selbstfahrende Arbeitsmaschinen und Stapler
    b) einachsige Zugmaschinen, wenn sie für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke verwendet werden
    c) Leichtkrafträder
    d) zwei- oder dreirädrige Kleinkrafträder
    e) motorisierte Krankenfahrstühle
    f) vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge
    g) Elektronische Mobilitätshilfen im Sinne des § 1 Absatz 1 der Mobilitätshilfeverordnung vom 16.Juli 2009 (BGBL.I S. 2097) in der jeweils geltenden Fassung
    2. folgende Arten von Anhängern
    a) Anhänger in land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben, wenn die Anhänger nur für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke verwendet  und mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 20 km/h hinter Zugmaschinen und selbstfahrenden Arbeitsmaschinen mitgeführt werden
    b) Wohnwagen und Packwagen im Schaustellergewerbe, die von Zugmaschinen mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h mitgeführt werden
    c) fahrbare Baubuden, die von Kraftfahrzeugen mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h mitgeführt werden
    d) Arbeitsmaschinen
    e) Spezialanhänger zur Beförderung von Sportgeräten, Tieren für Sportzwecke oder Rettungsboten des Rettungsdienstes oder Katastrophenschutzes, wenn die Anhänger ausschließlich für solche Beförderungen verwendet werden
    f) einachsige Anhänger hinter Krafträdern, Kleinkrafträdern und motorisierten Krankenfahrstühlen
    g) Anhänger für den Einsatzzweck der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes
    h) land- oder forstwirtschaftliche Arbeitsgeräte
    i) hinter land- oder forstwirtschaftlichen einachsigen Zug- oder Arbeitsmaschinen mitgeführte Sitzkarren
  • Der Termin der Hauptuntersuchung (HU) darf nicht überschritten sein. Wurde für das Fahrzeug gerade erst eine positive HU durchgeführt und ist dies der Zulassungsbehörde bzw. dem Kraftfahrtbundesamt noch nicht bekannt, darf die HU-Plakette leider nicht von der Zulassungsbehörde zugesandt werden. Sie erhalten Sie bei der Prüforganisation oder nach der Zulassung in der Zulassungsstelle.
  • Sie  müssen sich für die Zulassung anhand ihres Personalausweises oder Aufenthaltstitels über das Online-Portal der Zulassungsbehörde bzw. des Kraftfahrtbundesamtes identifizieren können. Dazu muss natürlich die Online-Funktion des jeweiligen Ausweisdokumentes aktiviert sein und Sie benötigen darüber hinaus ein Lesegerät.
  • Die Gebühren können nur per Online-Banking bezahlt werden und Ihre Bank muss das Zahlverfahren „GiroPay“ zur Verfügung stellen.

 

Verfahrensablauf:

Die für die Zulassung nötigen Daten werden über die Homepage des Landkreises Celle erfasst.

Von dort besteht eine Verbindung zur Datei des Kraftfahrtbundesamtes.

Für die Eingabe der Daten müssen Sie sich zunächst identifizieren. Dies kann über

  • den Personalausweis mit der entsprechenden Online-Funktion
  • eine Aufenthaltstitel mit der Online-Funktion

geschehen.

Zur Erfassung der notwendigen Daten werden Sie über die Homepage des Landkreises Celle auf ein speziell dafür eingerichtetes Portal umgeleitet.
Dort geben Sie Angaben wie z. B. das Kennzeichen, die Fahrzeug-Identifizierungsnummer, die Nummer des Sicherheitscodes des Fahrzeugscheines, die eVB-Nummer der Versicherung oder die Bankverbindung (IBAN) für die Abbuchung der Kfz-Steuer ein.

Nachdem Sie alle benötigten Daten eingegeben und die Gebühren für die Zulassung gezahlt haben,  erhält die Zulassungsbehörde über das oben erwähnte Portal eine Datei, die in der Zulassungsstelle bearbeitet werden muss.

Sie erhalten daraufhin den neuen Fahrzeugschein, einen so genannten Plakettenträger, der das/die Siegelplaketten für das/die Kennzeichen enthält und einen Hinweis darüber, welche Kennzeichenmaße und Schriftarten für Ihre Fahrzeugzulassung erlaubt sind.
Die Plaketten bringen Sie dann selbst auf dem/den Kennzeichen an.
Sie sind somit dafür verantwortlich, dass die Plaketten auf den korrekten Kennzeichenschildern und natürlich auch an den dafür vorgesehenen Stellen verklebt werden.
Bringen Sie die Plaketten auf Kennzeichenschildern an, die dafür nicht vorgesehen sind, handeln sie ordnungswidrig.

Ihren bisherigen Fahrzeugschein müssen Sie der Zulassungsbehörde nicht zusenden.

Die Zulassung wird am 4. Tag nach dem Versenden der Unterlagen durch die Zulassungsbehörde wirksam. Nutzen Sie das Fahrzeug vorher, stellt dies ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit dar.

 Link zum Internetportal iKFZ - Online Wiederzulassung: