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Klimaschutz hat oberste Priorität

Landkreis schafft neue Abteilung und senkt weiter CO2-Ausstoß

Celle (lkc.) „Eines der wichtigsten Themen in den kommenden Jahren wird der Klimaschutz sein“, sagt Landrat Axel Flader. Nachdem der Landkreis Celle schon in den vergangenen Jahren schon viele in diesem Bereich investiert hat, etwa bei den Schulgebäuden oder seit neustem in die schrittweise Elektrifizierung der Dienstfahrzeuge, wird der Klimaschutz auch in einer neuen Struktur beim Landkreis Rechnung getragen.

Anfang November hat im Landratsbüro die neue Abteilung Recht und Klimaschutz ihre Arbeit aufgenommen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich tiefgreifend mit dem nachhaltigen und ganzheitlichen Klimaschutz des Landkreises Celle beschäftigt. In der Abteilung sollen neben komplizierteren rechtlichen Fragen auch im Zusammenhang mit dem Ausbau von Erneuerbaren Energie, die Klimaschutzmaßnahmen des Landkreises genau angeschaut und gegebenenfalls optimiert werden und interne, als auch gemeindeübergreifende Klimaschutzaktivitäten koordiniert werden. „Wir haben hier eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und wollen die vorgegebenen Rahmenbedingungen und auch Förderkulissen so gut wir können ausnutzen“, sagt der Landrat. Hierzu ist es aber auch notwendig, dass Landes- und Bundesregierung entsprechende Vorgaben machen. „Ich denke da zum Beispiel an vereinfachte Verfahren beim Bau von PV- oder Windkraftanlagen.“

Auch die Erarbeitung des integrierten Klimaschutzkonzepts für die eigenen Zuständigkeiten des Landkreis Celle ist auf einem guten Weg. Die Energie- und Treibhausgasbilanz ist bereits erstellt und Potenziale abgeleitet. Anschließend wurden in drei themenbezogenen Workshops gemeinsam mit der Kreisverwaltung, verantwortliche Personen aus der Zivilgesellschaft und Wirtschaft über mögliche Maßnahmen in den Handlungsfeldern Klimafreundliche Kreisverwaltung, Mobilität und Erneuerbare Energien diskutiert. Sowohl die Erkenntnisse aus den Workshops als auch die Ergebnisse der Energie- und Treibhausgasbilanz fließen in das integrierte Klimaschutzkonzept des Landkreis Celle, das Mitte nächsten Jahres fertiggestellt werden soll.

Parallel zum Klimaschutzkonzept schreitet die praktische CO²-Reduzierung der Kreisverwaltung voran. Insbesondere im Bereich PV-Anlagen, energetische Sanierung und Fuhrpark gibt es Fortschritte. So wurden 2022 eine PV-Anlage am Schulzentrum Burgstraße in Betrieb genommen, eine Anlage auf dem Anbau am KAV I errichtet und eine weitere Anlage an der OBS Wathlingen beauftragt worden. In den Jahren 2023 und 2024 werden weitere 12 Anlagen beauftragt, die Ausschreibungen dazu laufen zum Teil bereits.

Der Fuhrpark des LK Celle wird modernisiert und klimafreundlicher aufgestellt. Dazu werden im kommenden Jahre Ladesäulen und Wallboxen auf dem Kreisgelände installiert und weitere neun E-Fahrzeuge geliefert.

Der Landkreis Celle ist ebenfalls bestrebt seine Gebäude im Energieverbrauch zu reduzieren und die Energiebilanz durch Eigenproduktion zu optimieren. Zu den jährlich laufenden energetischen Sanierungsmaßnahmen zum Beispiel durch den Austausch der alten Beleuchtung mit LED-Lampen und Heizung an den Gebäuden fanden 2022 an acht Schulen und an einem Gebäude der Kreisverwaltung statt. 2023 stehen weitere 13 Projekte in diesem Bereich an. „Wir sind hier auf einem guten Weg und arbeiten bereits an weiteren Ideen, um das Tempo zu erhöhen“.

Bei zukünftigen Neubauten des Landkreis Celle wird selbstverständlich klimafreundlich und nachhaltig gebaut. So werden die ÖPP-Bauprojekte in Hambühren, Altenhagen, Bergen und Celle als Effizienzgebäude EG 40 errichtet. D.h. die Energiebilanz liegt bei 40 Prozent des Referenzgebäudes. Sofern die Neubauten neue Heizungsanlagen erhalten, sind dieses in der Regel Wärmepumpen. Daneben verfügen diese über Gründächer und PV-Anlagen.

22.12.2022