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Abteilung Recht und Klimaschutz

Energieberatung und Bildung

Seit Februar 2023 gibt es eine kostenfreie „Energiespar-Beratung Private Wohngebäude". Die Beratung wird vom Niedersächsischen Umweltministerium gefördert und von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) durchgeführt. Sie wendet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer von privat genutztem Wohnraum. Für die Umsetzung stehen aktuell bereits zusätzlich über 600 Energieberaterinnen und Energieberater, vorwiegend aus den Reihen des Schornsteinfegerhandwerks, zur Verfügung. 

Die ca. 90-minütige kostenlose Beratung besteht aus einem Hausrundgang mit einer abschließenden Heizungsvisite. Ein standardisierter Fragebogen erfasst die Einsparpotenziale an der Gebäudehülle und im Heizungsbetrieb. 

https://www.klimaschutz-niedersachsen.de/energieberatung/hauseigentuemer/index.php

Online-Beratungen

Zusätzlich bietet die KEAN kostengünstige und unabhängige Online-Einstiegsberatungen an. Im Rahmen der digitalen Beratungen gibt es zunächst jeweils einen einleitenden Info-Vortrag, bevor Sie in Kleingruppen die Möglichkeit haben, Ihre individuellen Fragen an Energieberaterinnen und -berater zu stellen. 

  • Die Gebäude-Beratung «Gut beraten - Energiesparen!« informiert im Online-Format darüber, wo im Haus unnötig Energie verloren geht und was Sie konkret dagegen tun können (in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen, VZN)
  • Im Rahmen der der Kampagne «clever-heizen!« informieren Beraterinnen und Berater der Verbraucherzentrale online über wesentliche Aspekte der Effizienz von Heizanlagen und geben Hinweise zu Optimierung oder Austausch (in Kooperation mit der VZN).
  • Die Photovoltaik-Beratung informiert zum Thema "Strom erzeugen mit Photovoltaik" und gibt Hilfestellungen für die Frage, ob Ihr Haus für den Einsatz von Solarenergie geeignet ist (in Kooperation mit der VZN).
  • Der Eignungs-Check Wärmepumpe informiert im Online-Format über technische Aspekte von Wärmepumpen sowie die nötigen Voraussetzungen an Ihrem Haus für den Wärmepumpen-Einsatz. 

Die aktuellen Termine können Sie über den Link der jeweiligen Veranstaltungsreihe einsehen und sich bei Interesse anmelden.

Fördermöglichkeiten für private Haushalte

Für Privatpersonen, Gewerbetreibende oder Kommunen und Vereine existieren verschiedene Förderprogramme von Seiten des Bundes. Hierzu zählen die Kredite der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), die für energetische Sanierungen bzw. Bauvorhaben einen Tilgungszuschuss in Abhängigkeit des erreichten energetischen Standards gewähren. 

Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt einen Investitionszuschuss, welcher nicht zurückgezahlt werden muss. Es werden neben Einzelmaßnahmen der energetischen Sanierung auch Heizungserneuerungen bzw. -optimierungen sowie die Anlagentechnik finanziell gefördert. Zusätzlich können die Kosten für die energetische Fachplanung eines beauftragten Energieberaters mit bis zu 50 Prozent gefördert werden.

Für die Antragsstellung ist sowohl bei der KfW als auch bei dem BAFA ein Energieberater notwendig.

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Darüber hinaus sind auf der Internetseite der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) viele Informationen zu Fördermöglichkeiten für Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen gebündelt.

 

Der Landkreis Celle hat selbst keinen eigenen Fördertopf zur Verfügung.

Klimaschutzkonzept Landkreis Celle

Nachhaltiger und ganzheitlicher Klimaschutz benötigt ein fundiertes Konzept. Daher hat der Kreistagdie Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts für seine eigenen Zuständigkeiten sowie die Einrichtung eines Klimaschutzmanagements beschlossen und eine entsprechende Förderung für ein Erstvorhaben über die Nationale Klimaschutzinitiative beantragt. Das Vorhaben wurde positiv bewilligt und startete im Januar 2022 mit einer Laufzeit von 24 Monaten.

Innerhalb der Projektlaufzeit wurde so ein Klimaschutzkonzept aufgestellt, welches konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen für den Landkreis Celle aufzeigt. Zukünftig soll das Klimaschutzkonzept als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für künftige Klimaschutzaktivitäten dienen. Primär geht es bei dem Klimaschutzkonzept um die eigenen Zuständigkeiten des Landkreises. Das Klimaschutzkonzept wurde Mitte 2023 fertiggestellt und dem Kreistag vorgelegt.

Handlungsfelder

Die Handlungsfelder beziehen sich vor allem auf die eigenen Zuständigkeiten des Landkreises. Die kreisangehörigen Kommunen verfolgen überwiegend eigene Klimaschutzaktivitäten. Den Kern des Klimaschutzkonzepts bilden die fünf Handlungsfelder:

  • Kreiseigene Liegenschaften
  • Erneuerbare Energien
  • Mobilität
  • Nachhaltige Verwaltung und Organisation
  • Wirtschaft und Privathaushalte 

 

Förderung durch:

Das Bundesumweltministerium initiiert und fördert seit 2008 gemeinsam mit der Nationalen Klimaschutzinitiative zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Für die Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts erhält der Landkreis für die anfallenden Personal- als auch Sachkosten 75 % Förderung vom Bund. Der Klimaschutzmanager ist während der zwei Jahre befristeten Projektlaufzeit hauptsächlich konzeptionell tätig. Für die praktische Umsetzung des Konzepts kann eine Anschlussförderung beim Bund beantragt werden.

Förderkennzeichen: FKZ 03K17766




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