Wichtiger Baustein zur Integration
Celle (lkc). Die Volkshochschule Heidekreis gGmbH erhielt gestern offiziell den Förderbescheid für das Projekt „Berufliche Anerkennungsberatung in der Heideregion“, von dem auch der Landkreis Celle durch eine verbesserte Beratung zu ausländischen Berufs- und Studienabschlüssen profitiert. Damit wird insbesondere der berufliche Einstieg internationaler Fachkräfte im Landkreis Celle unterstützt und ein Beitrag zur Fachkräftesicherung geleistet.
Karin Beckmann, Landesbeauftragte des Amtes für regionale Landesentwicklung Lüneburg, überreichte den Förderbescheid der Geschäftsführerin der VHS Heidekreis, Dr. Katharina Rogge-Balke, in der Hauptgeschäftsstelle der VHS in Walsrode. Das neue Projekt ist Teil der Zukunftsregion HeiDefinition und stärkt die Beratung zu ausländischen Berufs- und Studienabschlüssen überregional in den Landkreisen Heidekreis, Celle und Uelzen. „Mit einer Anerkennungsberatung fördern wir den beruflichen Einstieg von Menschen, die in Deutschland arbeiten oder sich selbstständig machen möchten", erläutert Karin Beckmann die Entscheidung für die Förderung. „Die Beratung hilft nicht nur bei der Anerkennung von Nachweisen, sondern auch beim Verständnis unserer Anforderungen und Verfahren. Sie trägt dazu bei, die Chancen auf besser bezahlte Jobs durch eine Anerkennung der individuellen Qualifikation zu erhöhen. Daher unterstützen wir dieses Projekt gerne."
Die „Berufliche Anerkennungsberatung“ kann damit seit Juli dieses Jahres über die Förderkulisse der Zukunftsregion wieder flächendeckend in gleich drei Landkreisen angeboten werden. Aus gutem Grund: „Der Bedarf ist hoch“, so Rogge-Balke in ihrem Dank an die Zukunftsregion HeiDefinition. Habe der Landkreis Heidekreis in den letzten Jahren die Anerkennung von beruflichen Zeugnissen aus eigenen Mitteln gemeinsam mit der VHS Heidekreis aufrechterhalten, starte nun die neue Beratungsstelle an drei Orten.
„Das Projekt ist ein Gewinn für die gesamte Region“, betont Landrat Axel Flader für den Landkreis Celle und ergänzt: „Die Unternehmen brauchen Fachkräfte. Das Projekt ist ein Schlüssel für eine gelingende Integration“. Sein Kollege aus Uelzen, Landrat Dr. Heiko Blume sieht eine Win-Win-Situation: „Das Projekt ermöglicht den Fachkräften aus dem Ausland eine bessere gesellschaftliche Teilhabe, und gleichzeitig profitieren die Unternehmen von den neuen Fachkräften.“
Für den Heidekreis ergänzt Landrat Jens Grote: „Der Fachkräftemangel trifft die gesamte Region und endet nicht an Landkreisgrenzen. Mit diesem Projekt vertiefen wir unsere landkreisübergreifende Zusammenarbeit und intensivieren die Beratung für Menschen, die sich hier aus dem Ausland niederlassen oder arbeiten möchten. Das stärkt uns als Region.“
Für viele Menschen mit internationalem Abschluss ist die berufliche Anerkennung der Schlüssel, um in Deutschland qualifikationsgerecht zu arbeiten. Regionale Arbeitgeber profitieren zugleich von besser nutzbaren Fachkräfteeinwanderungspotenzialen. Besonders in Bereichen wie Pflege, Pädagogik, Wirtschaft oder Medizin wird häufig beraten. Die Prozesse der beruflichen Anerkennung sind komplex und wenig transparent. Ohne fachkundige Begleitung scheitern die internationalen Fachkräfte nicht selten an diesen Hürden. Die „Berufliche Anerkennungsberatung in der Heideregion“ unterstützt Zugewanderte gezielt auf ihrem Weg durch den bürokratischen Dschungel und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung regionaler Fachkräfte.
Beratungsteam:
Eine Beratung kann über ein Terminbuchungstool gebucht werden.
https://www.vhs-heidekreis.de/anerkennungsberatung/
Eine Beratung kann auch über den Mailkontakt anerkennungsberatung@vhs-heidekreis.de oder über die Telefonnummer 05191-62338-61 erfragt werden.
Die Mitarbeitenden im Projekt sind: Helena Appelganz (Beratung, Projektkoordination)
und Ina Klempel (Beratung Heidekreis) Standort: VHS Heidekreis, Jessica Illmann
(Beratung Celle), Standort: Jobcenter Celle, Zafar Ali (Beratung Uelzen) Standort: KVHS
Uelzen/Lüchow-Dannenberg.
Weitere Informationen zum Projekt
https://www.heidefinition.de/projekte
https://www.make-it-in-germany.com/de/arbeiten-in-deutschland/anerkennung/anerkennungsverfahren
