Schutz heimischer Insekten

Artenrückgang stoppen, Artenvielfalt bewahren

Insekten stellen weltweit die artenreichste Gruppe aller Lebewesen dar und sind ein unverzichtbarer Bestandteil der biologischen Vielfalt unserer heimischen Natur. Mit Ausnahme der Ozeane sind sie in fast allen Lebensräumen zu finden und leisten aufgrund ihrer spezifischen Lebensweisen einen wertvollen Beitrag zur Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichtes und der Funktionalität des Naturhaushaltes.

Insekten sind Bestäuber für Wild- und Kulturpflanzen, Nahrungsquelle für Artengruppen, wie z.B. Vögel oder Fledermäuse und nicht zuletzt ein wichtiger Faktor für das Naturempfinden des Menschen.

Die Klasse der Insekten setzt sich aus unterschiedlichen Ordnungen zusammen, wie z.B. Schmetterlingen, Libellen, Heuschrecken, Käfern, Hautflüglern, Eintagsfliegen u.a. Innerhalb aller dieser Ordnungen sind heute zum Teil massive Rückgänge sowohl auf Ebene einzelner Arten als auch in Bezug auf die Biomasse der Insektenfauna im Allgemeinen zu verzeichnen. Im Ergebnis stehen viele Arten auf der Roten Liste; so z.B. rd. 60% der Wildbienen.

Die Thematik des Insektensterbens trifft mittlerweile auf ein breites öffentliches Interesse. Viele Bürgerinnen und Bürger hinterfragen kritisch dessen Ursachen und bemühen sich, einen Beitrag zum Erhalt der heimischen Insektenvielfalt zu leisten. Lesen Sie im Folgenden, mit welchen sinnvollen und teils einfachen Maßnahmen Insektenlebensräume erhalten, verbessert und neu geschaffen werden können.

                                           

Die neue Broschüre des NLWKN „Insektenvielfalt in Niedersachsen - und was wir dafür tun können“ listet zahlreiche insektenfreundliche Maßnahmen auf.

 

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) richtet sich mit seinen „Leitlinien zum nachhaltigen Insektenschutz“ an alle für den Insektenschutz relevanten Akteure (Land-, Forstwirtschaft, Kommunen, Bürger).

Weitere Informationen zur Vielfalt von Insekten und ihrer Bedrohung finden Sie auf den Seiten des NLWKN. Daten und Fakten zum Insektenrückgang können beim BfN eingesehen werden.

 

Tipps für eine insektenfreundliche Flächenbewirtschaftung und Gartengestaltung

Gartenbesitzer:

 

Landwirtschaft:

 

Forstwirtschaft:

 

Kommunen:

 

Exkurs: Blühmischungen:

Saatgut ist nicht gleich Saatgut. Viele der in Gartencentern, im Kontext von Aktionen zur Insektenrettung und zum Teil auch im Fachhandel erhältlichen Samentüten und Saatgutmischungen enthalten Arten bzw. genetische Variationen von Arten, die nicht in die heimische Natur gehören. Es handelt sich hierbei oftmals um Arten fremder oder unbekannter Herkunft aus Anbaugebieten außerhalb Deutschlands oder außerhalb der EU. Anwender von solchen Blühmischungen sollten sich bewusst sein, dass ihre Ansaat die heimische Artenvielfalt nicht „pauschal“ fördert. Zudem sind die gesetzlichen Regelungen für das Ausbringen von Saatgut in der freien Landschaft zu beachten:

 

Haben Sie noch Fragen zum Schutz heimischer Insekten? Ihre Ansprechpartner sind:

Mona Dempwolf
Telefon: 05141 / 916 66-27
E-Mail: Mona.Dempwolf@LKCelle.de

Michael Ortmann
Telefon: 05141 / 916 66-18
E-Mail: Michael.Ortmann@LKCelle.de

 
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