Synagoge Celle

Synagoge
Im Kreise 24
29221 Celle

Öffnungszeiten:
Di. bis Do. 12.00 bis 17.00 Uhr
Fr. 10.00 bis 15.00 Uhr
So. 12.00 bis 17.00 Uhr

Informationen über die Synagoge erhalten Sie unter (05141) 124701.
Synagogenführungen und Themenführungen zur Geschichte der Juden in Celle sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich, Anmeldung bei der Celle Tourismus und Marketing GmbH unter (
05141) 909080.

 

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts siedelten sich einige jüdische Familien auf der Blumlage außerhalb der Stadtmauer an. 1737 erhielt diese Gemeinde die Erlaubnis zur Errichtung eines Sakralbaus. Die Synagoge, ein äußerlich schlichter Fachwerkbau mit repräsentativem Innenraum, entstand als Hinterhaus auf dem Grundstück Im Kreise 24. Aus dieser Zeit stammen Teile des Thora-Schreins und ein Opferstock, dessen datierte Inschrift einen Anhaltspunkt für die Zeit der Erbauung liefert. Die gesamte übrige Einrichtung und die Kultgegenstände wurden 1938 in der Reichspogromnacht zerstört. Nach 1942 waren in dem Gebäude jüdische Bewohner Celles untergebracht, die von hier aus in die Vernichtungslager deportiert wurden.

Umbauten Ende des 19. Jahrhunderts führten u. a. zur Erweiterung der Frauenempore nach Westen, wodurch die Symmetrie des Innenraums beeinträchtigt wird. Aus der Zeit der neuen jüdischen Gemeinde, 1945 von Überlebenden des Holocaust gegründet, stammen Almemor und Bima. Das Gebäude geriet nach 1950 in Verfall. 1969 von der Stadt übernommen, wurde es umfassend restauriert und 1974 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 1996 wurde auch das Nachbargebäude Im Kreise 23 in den Synagogenkomplex einbezogen. Es beherbergt ein kleines Museum mit wechselnden Ausstellungen zu jüdischen Themen. Die Synagoge wird heute als Veranstaltungsort und als Gotteshaus der seit 1997 bestehenden jüdischen Gemeinde Celle e.V. genutzt. - Auch der 1690 in der Straße "Am Berge" angelegte jüdische Friedhof kann nach vorheriger Absprache besichtigt werden.

 
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