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Der Landkreis informiert
26. Februar 2018
Buswerbung soll Eltern Hilfe anbieten

Celler Netzwerk Frühe Hilfen geht neue Wege / Resonanz ist positiv

Celle (lkc.) „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?" „Normal, dass ich so nervös bin?" Mit Fragen wie diesen zusammen mit Fotos von Eltern mit kleinen Kindern will das Celler Netzwerk Frühe Hilfen gezielt junge Eltern ansprechen. Um eine möglichst große Breitenwirkung zu erzielen, werden die Plakate jetzt auch auf einem Bus der CeBus zu sehen sein, der ab sofort in Stadt und Landkreis Celle unterwegs ist. Mit der Buswerbung werden zwei Öffentlichkeitskampagnen verknüpft.

Die Kampagne „Medien-Familie-Verantwortung" will zum Nachdenken anregen und Eltern sensibilisieren hinsichtlich ihres Umgangs mit dem Smartphone und der Aufmerksamkeit für ihre Kinder. Die zweite Kampagne will besonders junge Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes in eine belastende Situation geraten, ansprechen und ihnen Unterstützung durch anonyme Beratung per Telefon oder online bieten. Das Elterntelefon der „Nummer gegen Kummer" und die Onlineberatung für Eltern über die bke-Elternberatung stehen hier zur Verfügung.

Das Angebot Elterntelefon im Kontext der Frühen Hilfen wird gut angenommen. Am Elterntelefon wurden im Jahr 2016 insgesamt 8446 Väter und Mütter beraten. Ein Beratungsgespräch dauerte durchschnittlich 20 bis 25 Minuten. 11,2 Prozent der Anrufer meldeten sich wegen Kindern zwischen 0 und 3 Jahren. In Bezug auf Niedersachsen waren es in 2016 insgesamt 974 Beratungen (12 Prozent) am Elterntelefon, davon 135 Anrufer mit Kindern von 0 bis 3 Jahren.

Da ist zum Beispiel eine junge Mutter, deren Kind jeden Tag sehr viel schreit. „Wenn ich es trage, hört es auch nicht auf. Mein Mann ist immer auf der Arbeit und unterstützt mich nicht. Mein Großer geht in den Kindergarten und ist nachts auch immer wach, wenn der Kleine schreit. Ich kann nicht mehr, was soll ich tun?", berichtete sie am Telefon. Genau hier will das Netzwerk ansetzen und Hilfestellung geben.

Das Elterntelefon ist von Montag bis Freitag von 9 bis 11 Uhr und am Dienstag sowie Donnerstag von 17 bis 19 Uhr anonym und kostenlos unter der Nummer 0800 - 111 0 550 erreichbar. Alle Angebote der bke-Onlineberatung sowie die Zeiten der Offenen Sprechstunde finden Ratsuchende unter www.bke-elternberatung.de. Das Angebot erfolgt mit Unterstützung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) und aus Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen. Die Kampagne „Medien-Familie-Verantwortung" wird von der Niedersächsischen Landeskoordination Bundesstiftung Frühe Hilfen unterstützt. Zudem stellte das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie kostenlos die Bilddateien zur Verfügung.

Die Jugendämter der Stadt und des Landkreises Celle haben das Celler Netzwerk Frühe Hilfen - Kinderschutz, initiiert. Ansprechpartnerin als Netzwerkkoordinierende Frühe Hilfen - Kinderschutz im Jugendamt des Landkreises Celle ist Kirsten Birth, Tel. 05141/916-4332, für die Stadt Celle Jeanette Block-Menze, Tel. 05141/125106. Informationen gibt es auch im Internet unter http://www.landkreis-celle.de/kreisverwaltung/jugendamt/koordination-fruehe-hilfen.html oder http://www.celle.de/fruehehilfen.

Bildunterschrift: Stellten die neue Buswerbung vor: Dezernentin Susanne McDowell und Ansprechpartnerin Jeanette Block-Menze von der Stadt Celle, Dezernent Bernd Niebuhr und Ansprechpartnerin Kirsten Birth vom Landkreis Celle sowie Cebus-Geschäftsführer Stefan Koschick.

Das Foto wurde durch Tore Harmening vom Landkreises Celle erstellt. Die Verwendung des beigefügten Bildmaterials ist unter Quellenangabe „Landkreis Celle" kostenlos. Fotos und Grafiken sind nur im Zusammenhang mit der beigefügten Pressemitteilung des Landkreises frei zur Veröffentlichung. Die Bildrechte liegen beim Urheber. Anderweitige Verwendung bedarf der Zustimmung.