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Der Landkreis informiert
08. April 2019
Kampfmittelprüfung verzögert Glasfaser-Projekt

Sicherheitsüberprüfung notwendig zum Schutz von Bürgern und Bauarbeitern

Celle (lkc). Seit Januar 2019 ist die Firma Kirchner Engineering Consultants GmbH aus Stadthagen mit der Planung des neuen Glasfasernetzes beauftragt, das der Landkreis Celle bauen will. Die Arbeiten laufen nach der Verzögerung der Ausschreibung durch die Beschwerden eines unterlegenen Anbieters vor der Vergabekammer auf Hochtouren, allerdings muss etwas mehr Zeit als ursprünglich für das Thema Kampfmittelprüfung aufgewendet werden.

„Es tut uns leid für alle Menschen, die bereits auf einen Glasfaseranschluss warten und den Vorvertrag dafür geschlossen haben. Die Sicherheit der Bevölkerung und der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der ausführenden Tiefbaufirmen muss hier aber oberste Priorität haben", sagt Landkreissprecher Tore Harmening.

In der Region gibt es einige Gebiete mit besonders hohem Gefahrenpotential durch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg. Erst kürzlich wurde bei der Verlegung von Kabeln durch ein Tiefbauunternehmen im Raum Unterlüß ein Bombenfund verzeichnet, der zunächst zum Baustopp und später zu einer Änderung der Trassenplanung führte. Die für die Bewertung in Niedersachsen zuständige Behörde, das Landesamtes für Geoinformation und Landesmessung, nimmt eine entsprechende Überprüfung des gesamten Landkreises vor. Auswertungen in dieser Dimension sind ungewöhnlich sind jedoch zum Schutz vor Schäden aufgrund unvorhersehbarer Bombenfunde unerlässlich.

Nach jetzigem Stand soll das Planungsbüro den Genehmigungsplanung im Oktober 2019 zum Abschluss bringen. Dann soll die vorgeschriebene europaweite Ausschreibung für den Netzausbau erfolgen. Die geplante Vergabe der Bauausschreibung soll im Januar 2020 abgeschlossen sein, sodass der Baubeginn voraussichtlich zu Beginn des zweiten Quartals 2020 ansteht. „Alle mit der Firma Vodafone abgeschlossenen Verträge behalten natürlich ihre Gültigkeit", so Harmening.

Der Landkreis Celle begrüßt in diesem Zusammenhang auch die zusätzlichen Projekte privater Unternehmen. Harmening: „Der eigenwirtschaftliche Ausbau in Orten wie Wietze, Südwinsen, Oldau, Hermannsburg, Eschede, Nienhagen spielt bei einer schnellen Erschließung aller Orte im Landkreis mit Glasfaser eine elementare Rolle, die unsere volle Unterstützung hat."