Landkreisprojekt Glasfaserausbau

Der Landkreis Celle errichtet in den uterversorgten Gebieten im Landkreis Celle ein eigenes Glasfasernetz für ca. 13.000 Haushalte. Gefördert durch Mittel des Bundes und des Landes Niedersachsen werden hier 46 Mio. Euro investiert, um den Landkreis Celle für die Zukunft zu wappnen. Dieses Netz wird insbesondere dort errichtet, wo ein Markterkundungsverfahren in 2015 ergeben hat, dass Haushalte nur über eine Internetanbindung von unter 30 Mbit/S verfügen. Außerdem wird der überwiegende Teil der Schulen im Landkreis Celle angeschlossen werden können, um so einen wichtigen Grundstein für die Bildung unserer Kinder zu legen.

Vorausgegangen war eine Vorvermarktungsphase von April bis Juli 2018, in welcher es über das gesamte Ausbaugebiet galt, eine Abschlussquote von 40% zu erreichen. Dieses Ziel konnte sogar mit einer Quote von um die 50 % übertroffen werden.

Das Netz, für welches im April 2020 die Baumaßnahmen beginnen sollen, wird durch die Firma Vodafone betrieben werden. Diese hatte sich in einem europaweiten Auswahlverfahren mit dem besten Angebot auch hinsichtlich der Versorgungsleistung für Sie als Kunden durchsetzen können.

Einen besseren Überblick über den Zeitplan für den Glasfaserausbau können Sie HIER einsehen.

 

Wo kann ich sehen, ob ich im Ausbaugebiet liege?

Der einfachste Weg, zu prüfen, ob Sie im Ausbaugebiet des Glasfaserprojektes liegen, ist die Adressprüfung über die speziell hierfür eingerichtete Homepage von Vodafone. Zu dieser gelangen Sie über den folgenden Link:

Registrierung und Adressprüfung Vodafone

Karte zum Ausbaugebiet

Adressliste Ausbaugebiet

 

 

Wie wurde das Ausbaugebiet ermittelt?

Der Landkreis Celle darf als Öffentliche Hand nur dort in den freien Markt eingreifen, wo ein Marktversagen vorliegt. Die bedeutet, der Landkreis Celle darf nur dort ausbauen, wo private Telekommunikationsunternehmen eigenwirtschaftlich keinen Breitbandanschluss ausgebaut haben oder diesen nicht ausbauen wollen. Die Versorgungsschwelle für Breitbandinternet wird derzeit von der EU mit 30 Mbit/s definiert. Der Landkreis Celle darf also nur in Gebieten bauen, in welchen kein privates Telekommunikationsunternehmen eine Versorgung von 30 Mbit/s bereitstellt oder bereitstellen will. Diese Gebiete wurden in einem Markterkundungsverfahren im Spätsommer 2015 ermittelt. Hierzu wurden Telekommunikationsunternehmen befragt, welche Gebiete sie mit mind. 30 Mbit/s versorgen und welche Gebiete sie in naher Zukunft noch erschließen wollen.

Aus förderrechtlichen Gründen muss sich der Landkreis Celle zwingend an das Ergebnis dieser Abfrage halten. Das führt dazu, dass die theoretische Versorgungsleistung der Telekommunikationsunternehmen für den Landkreis Celle bindend ist. Ein mit mind. 30 Mbit/s versorgt gemeldetes Gebiet darf vom Landkreis auch dann nicht ausgebaut werden, wenn die tatsächliche Bandbreite geringer ist.

Die Telekommunikationsunternehmen sind nicht an ihre Ausbaubekundungen gebunden. Das bedeutet, dass Gebiete, welche nach Aussage der Unternehmen nicht in naher Zukunft ausgebaut werden und dadurch in das Ausbaugebiet des Landkreises Celle fallen, nachträglich doch von den Unternehmen ausgebaut werden dürfen. Durch diesen nachträglichen privatwirtschaftlichen Ausbau liegen nun auch Gebiete im Ausbaugebiet des Landkreises Celle, welche mit mehr als 30 Mbit/s versorgt sind. Aufgrund des Grundsatzes des freien Wettbewerbs ist dieses Vorgehen rechtlich zulässig.

 

Wer betreibt das Glasfasernetz des Landkreises Celle?

Für den Netzbetrieb wurde in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ein Pächter für das landkreiseigene Netz ermittelt.

Das beste Angebot hat hier die Firma Vodafone Deutschland GmbH eingereicht und somit den Zuschlag erhalten. Der Landkreis Celle hat das zu errichtende Netz für 25 Jahre an Vodafone verpachtet.

Vodafone ist als Betreiber und Kooperationspartner des Landkreises Celle der erste Ansprechpartner und stellt mit Netzinbetriebnahme Produkte zur Verfügung. Aus diesem Grund können seit Beginn der Vorvermarktungsphase Verträge für das Glasfasernetz bei Vodafone abgeschlossen werden.

Das Netz wird im sogenannten Open Access errichtet. Das bedeutet, dass das Netz anbieterneutral sein wird. Es können also auch andere Anbieter als Vodafone zukünftig Produkte auf dem Netz anbieten.

 

Kann ich auch jetzt noch einen Glasfaseranschluss bekommen?

Um auch jetzt noch in den Genuss eines Glasfaseranschlusses zu kommen, ist derzeit der Abschluss eines Vertrages über eine Glasfaserinternetleistung mit dem Betreiber Vodafone erforderlich. Von Vodafone können Sie sich hierzu auch weitergehend beraten lassen.

Neben einem Vertragsabschluss mit Vodafone ist die sogenannte Grundstückseigentümererklärung (bei Mietobjekten auszufüllen durch den Grundstückseigentümer (Vermieter)) zu Gunsten des Landkreises Celle erforderlich. Mit dieser wird dem Landkreis Celle gestattet, die erforderlichen Arbeiten auf dem Grundstück und an dem Gebäude vorzunehmen, um das Glasfaserkabel zu verlegen und zu unterhalten.

Ein kostenloser Hausanschluss* wie in der Vorvermarktungsphase ist jedoch nicht mehr möglich. Der Eigentümer muss für die Kosten des Hausanschlusses aufkommen.

 

Die Konditionen für den Hausanschluss werden zur Zeit ermittelt. Solange diese Kosten nicht abschließend feststehen, kann keine aktuelle Grundstückseigentümererklärung abgegeben werden.

Ein Glasfaseranschluss ist also erst wieder buchbar, wenn diese Kostengrundlage vorliegt.

 

Was passiert mit den als versorgt geltenden Gebieten im Landkreis Celle?

In den als versorgt geltenden Gebieten („Schwarze Flecken“) tritt der Landkreis Celle aktiv zwischen den Einwohnern und den Telekommunikationsunternehmen als Vermittler auf. Der Landkreis Celle setzt sich dafür ein, in den Schwarzen Flecken einen eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durch Private zu erreichen und den gesamten Landkreis Celle mit Glasfaserinfrastruktur zu versorgen.


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