Geburt

Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt

Durch die Geburt erwirbt ein Kind die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.

Ist bei der Geburt des Kindes nur der Vater deutscher Staatsangehöriger und sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, so erwirbt das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit mit der wirksamen Anerkennung der Vaterschaft.

Auch ein Kind ausländischer Eltern erwirbt durch die Geburt im Inland die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn mindestens ein Elternteil

  • seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat und
  • ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder als Staatsangehöriger der Schweiz oder dessen Familienangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis auf Grund des Abkommens vom 21.06.1999 besitzt.

Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit für Kinder ausländischer Eltern wird vom Standesamt bei der Beurkundung der Geburt festgestellt. Die Kindeseltern werden vom Standesamt über den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch die Geburt informiert.

Kinder, die aufgrund dieser Regelung die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben, müssen sich, sobald sie volljährig sind, für die deutsche oder die ausländische Staatsangehörigkeit entscheiden (sog. Optionserwerb).

Mit Inkrafttreten des geänderten  Staatsangehörigkeitsgesetzes am 20.12.2014 ist die Regelung der Optionspflicht zu Gunsten vieler Betroffener geändert worden. In vielen Fällen tritt eine Optionspflicht nicht mehr ein.  

So sind Personen, die neben der deutschen Staatsangehörigkeit lediglich die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder der Schweiz besitzen, nicht mehr optionspflichtig.

Eine Person gilt darüber hinaus von der Optionspflicht befreit, wenn sie spätestens bei Vollendung des 21. Lebensjahres als in Deutschland aufgewachsen gilt. Dies ist der Fall, wenn sich die Person mindestens acht Jahre rechtmäßig und gewöhnlich im Bundesgebiet aufhält oder mindestens sechs Jahre eine deutsche Schule besucht bzw. einen deutschen Schulabschluss erworben hat oder erfolgreich eine Berufsausbildung in Deutschland absolviert hat. Als im Bundesgebiet aufgewachsen gilt eine Person zudem, wenn die Optionspflicht aufgrund einer vergleichbar engen Bindungen der Person an Deutschland eine besondere Härte darstellen würde.

Eine Prüfung der Befreiung von der Optionspflicht erfolgt bereits von Amts wegen. Wird die Befreiung der Optionspflicht festgestellt und wird dem Betroffenen deshalb kein Hinweisschreiben auf eine mögliche Optionspflicht zugestellt, kann der Betroffene darauf vertrauen, nicht optionspflichtig zu sein. Nach der neuen Regelung wird das bei der Mehrzahl der bislang Optionspflichtigen der Fall sein.

Tritt für eine Person trotz der neuen Regelung die Optionspflicht ein, wird in jedem Fall empfohlen, nach Zustellung des Hinweisschreibens mit der Staatsangehörigkeitsbehörde kurzfristig ein Termin für ein ausführliches Beratungsgespräch zu vereinbaren.

Für nähere Informationen steht Ihnen die Staatsangehörigkeitsbehörde zur Verfügung.


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