Mistlagerung

In jedem Stallmist bzw. im Sickerwasser sind wassergefährdende Stoffe enthalten, die durch Niederschlagswasser ausgewaschen werden und so über die Bodenpassagen ins Grundwasser gelangen können. Um dies zu verhindern, müssen folgende Voraussetzungen (gelten für alle Landwirte, Pferde-, Geflügel- und sonstige Huftierhalter) bei der Lagerung von Stallmist eingehalten werden:

Dauerhafte Lagerung

Eine dauerhafte Lagerung ist nur auf einer flüssigkeitsdichten, festen Bodenplatte (die Mistplatte ist nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik herzustellen) erlaubt. Die Mistplatte muss so angelegt werden, dass entweder das verunreinigte Sickerwasser zurückgehalten und in einer Sammelgrube aufgefangen wird oder die Mistplatte ist zu überdachen und vor Schlagregen zu schützen.

Alternativ kann der Mist so gelagert werden, dass er nach unten hin keinen direkten Kontakt zum Erdboden erhält und an der Oberfläche vor Regen geschützt wird (z. B. in einem Container oder auf einem vor Regen geschützten Anhänger).

Zwischenlagerung

Die Zwischenlagerung von Stallmist oder Geflügelkot stellt eine Ausnahme dar. Es ist keine Alternative zur ortsfesten Lagerung.

Folgende Voraussetzungen müssen unter anderem für die Zwischenlagerung eingehalten werden:

Die Voraussetzungen ergeben sich aus dem Erlass "Anforderungen an die Zwischenlagerung von Stallmist und Geflügelkot auf landwirtschaftlich genutzten Flächen" (Gem. RdErl. d. MU u. d. ML v. 22.9.2015 -
23-62034/00 -).

Bei Zuwiderhandlungen gegen die geltenden Vorschriften der ordnungsgemäßen Mistlagerung von Stallmist oder Geflügelkot können ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und eine kostenpflichtige Anordnung notwendiger Maßnahmen erlassen werden.

 

 

 
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