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Landrat und Wietzes Bürgermeister setzen sich für Forschungswasserkraftanlage Hornbostel ein

Ziel ist Entwicklung eines innovativen Wasserrades für die Stromgewinnung
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Wietzes Bürgermeister Wolfgang Klußmann (links) und Landrat Axel Flader blicken in Hornbostel auf die bereits gesetzten Spundwände (linkes Bild). Sie setzen sich für die Fertigstellung der Anlage ein.

Celle (lkc). Landrat Axel Flader und Wietzes Bürgermeister Wolfgang Klußmann machen sich gemeinsam für die Fortführung des Forschungsvorhabens „Stahl-Hochleistungswasserrad Hornbostel" stark. Das seit mehreren Jahren laufende Projekt wird von einem Konsortium aus Technischer Universität Braunschweig, den Mainzer Stadtwerken über ihre Tochtergesellschaft PIONEXT sowie der Salzgitter AG getragen. Ziel ist die Entwicklung eines innovativen Wasserrads, das bislang ungenutzte Wasserkraftpotenziale an Standorten mit geringen Fallhöhen und großen Durchflussmengen erschließen soll – eine Technologie mit deutschlandweitem Potenzial von bis zu 10 bis 15 Terawattstunden pro Jahr, davon rund 1 Terawattstunde allein in Niedersachsen.

Die Anlage am Standort Hornbostel in der Gemeinde Wietze befindet sich seit längerem in einem unfertigen Zustand, da die Fertigstellung von einer Förderzusage abhängt. Nach einem zunächst ablehnenden Förderbescheid des Bundes hatten auf Initiative von Flader und Klußmann mehrere Bundestagsabgeordnete sich in einem gemeinsamen Schreiben an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für eine erneute Prüfung des Vorhabens eingesetzt. In ihrer Antwort signalisierte die Ministerin grundsätzliche Gesprächsbereitschaft und benannte die Voraussetzungen für einen neuen Förderantrag, unter anderem eine klare wirtschaftliche Verwertungsperspektive sowie eine Bestätigung des Landes Niedersachsen zur wasserrechtlichen Genehmigungsfähigkeit der Technologie. Flader und Klußmann haben deshalb auch noch einmal an den zuständigen Niedersächsischen Umweltminister Meyer geschrieben, um für seine Unterstützung für dieses Projekt zu werben.

Landrat Axel Flader erklärte dazu: „Hornbostel hat die Chance, zu einem Leuchtturmprojekt für die Wasserkraft in Niedersachsen zu werden. Wir wollen als Landkreis alles dafür tun, dass aus dieser guten Idee jetzt auch eine fertige Anlage wird."

Wietzes Bürgermeister Wolfgang Klußmann ergänzte: „Für unsere Gemeinde ist die Forschungswasserkraftanlage weit mehr als ein technisches Experiment – sie steht für Innovationskraft direkt vor unserer Haustür. Wir stehen als Standortgemeinde geschlossen hinter dem Projekt und hoffen auf eine zügige Einigung mit Bund und Land."

Landkreis und Gemeinde kündigten an, die weiteren Gespräche zwischen dem Projektkonsortium, dem Projektträger Jülich sowie Bund und Land aktiv zu begleiten, um eine tragfähige Förderlösung zu ermöglichen.