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Volksbund und Kreistag rufen zur Spendensammlung auf

 Wichtiger Beitrag für die aktive Friedensarbeit

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Mitglieder der Fraktion im Celler Kreistag und Vertreter des Volksbundes (von rechts): Angela Hohmann, Frank Pillibeit, Jutta Krumbach, Landrat Axel Flader, Jörn Schepelmann, Johanna Thomsen und vom Volksbund Matthias Klein.

CELLE. Seit Anfang Oktober sind im Landkreis Celle freiwillige Sammlerinnen und Sammler im Auftrag des Volksbundes unterwegs. Die engagierten Bürgerinnen und Bürger – darunter Schüler, Soldaten und Reservisten – bitten um Spenden, um die wichtige Arbeit des Volksbundes zu unterstützen. Obwohl der Volksbund im staatlichen Auftrag handelt, finanziert er seine Arbeit zu über 60 Prozent aus Spenden.

Die Fraktionen im Celler Kreistag rufen gemeinsam dazu auf, die Arbeit des Volksbundes zu unterstützen und damit einen unentbehrlichen Beitrag zur Völkerverständigung und zur Friedensarbeit zu leisten. „Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hält jetzt schon länger an, als der Erste Weltkrieg dauerte. Und wir erleben jeden Tag aufs Neue, wie zer-brechlich Frieden und Freiheit sind – in Europa und darüber hinaus. Bitte unterstützen Sie die wertvolle Arbeit. Ihre Spenden kommen vor allem der Bildungs- und Erinnerungsar-beit zugute“, sagt Landrat Axel Flader. Der Landrat ist auch der Kreisvorsitzende des Volksbundes.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. erinnert uns mit der Sammelaktion an eine wichtige Botschaft: Krieg und Leid in Deutschland gehören der Vergangenheit an. Und dennoch darf man Vergangenes nicht vergessen, um daraus für die Zukunft lernen zu können.

Mit der Suche und Bergung von Kriegstoten, der Pflege ihrer Gräber und der Begleitung von Angehörigen leistet der Volksbund einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesell-schaft. Mit der Bildungs- und Jugendarbeit setzt er ein Zeichen für Versöhnung und Ver-ständigung zwischen den Völkern. Er fördert gezielt das Bewusstsein für Frieden, Demokratie und Völkerverständigung, damit Jugendliche und junge Erwachsene aus der Vergangenheit lernen können. Dafür organisiert er Workcamps, internationale Jugendbegeg-nungen und unterhält Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten unter dem Motto „Ge-meinsam für den Frieden“. Um sie finanzieren zu können, sammelt der Volksbund traditionell im Herbst.

Der ehemalige Bundespräsident Prof. Dr. Karl Carstens (1914 - 1992) hob die Bedeutung dieser Arbeit hervor: „Kriegsgräberfelder sind Stätten würdigen Gedenkens. Sie stellen eine eindrucksvolle Mahnung für den Frieden dar; die eindrucksvollste Mahnung, die ich mir überhaupt vorstellen kann.“

In diesem Jahr jährte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 81. Mal. Obwohl immer weniger Menschen aus eigener Erfahrung über diese Zeit berichten können, bleibt es von großer Bedeutung, das Gedenken an die Opfer wachzuhalten und die Lehren aus diesem dunklen Kapitel der Geschichte weiterzugeben. Insbesondere für die junge Generation ist es wichtig, sich mit den Schicksalen der Menschen auseinanderzusetzen, die ihr Leben durch Krieg und Gewaltherrschaft verloren haben. Dazu gehören Soldaten ebenso wie Zwangsarbeiterinnen, KZ-Häftlinge und Zivilisten aller Nationen.