Wir brauchen jetzt Lösungen - nicht erst 2063
Gespräch zu möglicher Neubautrasse und Alpha-E in Berlin mit Bundestagsabgeordneten
Einigkeit bestand darin, dass die bestehenden Schienenwege bereits heute an ihre Belastungsgrenzen stoßen und kurzfristige, wirksame Lösungen erforderlich sind.
Vor diesem Hintergrund erwarten die Landkreise, dass nun in einem ersten Schritt insbesondere die Maßnahmen des Alpha-E-Konzepts sowie die anstehende Generalsanierung konsequent umgesetzt werden.
Zugleich ist klar: Eine mögliche Neubautrasse wäre mit erheblichen und irreversiblen Eingriffen in Landschaft, Natur und das Leben der Menschen vor Ort verbunden. Gerade deshalb kommt es darauf an, zunächst die Maßnahmen umzusetzen, die schnell und wirksam Entlastung schaffen.
Die Region hat mit dem im Dialogforum Schiene Nord gemeinsam mit der Deutschen Bahn erarbeiteten Konzept „Alpha E“ frühzeitig einen tragfähigen und breit getragenen Konsens vorgelegt und ist damit bewusst in Vorleistung gegangen – mit dem klaren Ziel, zügig spürbare Verbesserungen nicht nur für die Region, sondern für den Schienenverkehr insgesamt zu erreichen. Ein Abweichen von diesem gemeinsam getragenen Ansatz würde das Vertrauen in politische Kompromisse nachhaltig beschädigen.
Gleichzeitig gilt: Die Diskussion um eine Neubautrasse ist mit erheblichen Unsicherheiten verbunden – sowohl hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung als auch des zeitlichen Horizonts und der tatsächlichen Wirkungen. Vor diesem Hintergrund ist es aus Sicht der Region entscheidend, sich auf Maßnahmen zu konzentrieren, die kurzfristig wirksam und verlässlich umsetzbar sind.
Klar ist: Entscheidend sind spürbare Verbesserungen für die Menschen vor Ort – und zwar jetzt, nicht erst in mehreren Jahrzehnten.
