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Land startet Analyse zu regionalen Auswirkungen der sicherheitspolitischen Zeitenwende

Studie in den Landkreisen Celle, Heidekreis und Uelzen zu weiteren Potenzialen

Celle (lkc) Die niedersächsische Staatskanzlei wird über das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg eine Wirkungs- und Potenzialanalyse zu den Auswirkungen der sicherheitspolitischen Neuausrichtung Deutschlands für die Regionalentwicklung in den Landkreisen Celle, Heidekreis und Uelzen beauftragen. Hintergrund sind angekündigte umfangreiche Investitionen des Bundes in Bundeswehrstandorte sowie Entwicklungen im Bereich der Rüstungsindustrie in den drei Landkreisen.

Ziel der Untersuchung ist es, mögliche Auswirkungen auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Infrastruktur und Daseinsvorsorge frühzeitig zu bewerten und Handlungsmöglichkeiten für die Region aufzuzeigen.

Die Untersuchung trägt den Titel: „Bedeutung der sicherheitspolitischen Zeitenwende für die regionale Entwicklung in den Landkreisen Celle, Heidekreis und Uelzen – Wirkungs- und Potenzialanalyse in regionaler Perspektive“.

Im Rahmen der Studie sollen unter anderem folgende Fragestellungen untersucht werden:

• Auswirkungen auf regionale Wertschöpfung und Beschäftigung
• Fachkräftenachfrage sowie Qualifizierungs- und Ausbildungsbedarfe
• Anforderungen an die Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur
• Wohnungsmarkt, Flächenkonkurrenzen und kommunale Haushalte

Intention ist es, belastbare Grundlagen für zukünftige Planungen zu schaffen sowie Chancen und Herausforderungen für die betroffenen Regionen transparent darzustellen.

Landrat Axel Flader sieht in der Studie eine gute Möglichkeit, Chancen und Risiken zu erkennen: „Für den Landkreis Celle ist das Militär seit Jahrhunderten ein wichtiger Faktor sowohl im sozialen als auch im wirtschaftlichen Bereich. Ich begrüße daher die Studie, die ein Baustein sein kann, um weitere wirtschaftliche Potenziale zu heben.“

„Die angekündigten Investitionen können die Regionalentwicklung nachhaltig beeinflussen. Mit der Studie wollen wir frühzeitig eine fundierte Grundlage schaffen, um Entwicklungen realistisch einschätzen und notwendige Maßnahmen gemeinsam mit den Kommunen vorzubereiten“, erklärt Karin Beckmann, Landesbeauftragte und Leiterin des Amtes für regionale Entwicklung (ArL) Lüneburg.

Die Landkreise Celle, Heidekreis und Uelzen werden über eine gemeinsame Steuerungsgruppe eng in den Prozess eingebunden. Damit soll sichergestellt werden, dass regionale Perspektiven und kommunale Belange angemessen berücksichtigt werden.
Die Studie wird durch das Land Niedersachsen finanziert. Die Beauftragung erfolgt voraussichtlich im Juli 2026. Erste Ergebnisse und Handlungsempfehlungen werden Anfang 2027 erwartet.