Landkreis Celle setzt auf Erdwärme
Umbau der Wärmeversorgung startet mit Geothermie am Trift-Gelände
Celle (lkc). Der Landkreis Celle geht bei der Wärmeversorgung seiner Liegenschaften an der Trift und der Speicherstraße einen wichtigen Schritt in Richtung klimaneutrale Zukunft. Ab August 2026 wird die zentrale Wärmeerzeugung am Standort an der Trift grundlegend erneuert und künftig nahezu komplett auf erneuerbare Energien umgestellt.
Landrat Axel Flader betont die Bedeutung des Projekts für die Klimaziele des Landkreises: „Mit der Umstellung auf Erdwärme setzen wir am Trift-Gelände ein starkes Signal für unsere kreiseigenen Klimaschutzziele. Wir zeigen, dass Klimaneutralität kein abstraktes Ziel bleibt, sondern konkret an unseren eigenen Liegenschaften umgesetzt wird. Die Investition in Geothermie ist eine Investition in eine unabhängige, saubere und langfristig wirtschaftliche Wärmeversorgung – für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie für kommende Generationen im Landkreis Celle.“
Kernstück der Maßnahme ist die Nutzung von Erdwärme mittels Wärmepumpen: Über insgesamt rund 79 Erdwärmesonden – verteilt auf zwei getrennte Sondenfelder – wird die natürliche Erdwärme aus bis zu 150 Metern Tiefe erschlossen. Ein Luftwärmetauscher dient zur zusätzlichen Regeneration der Wärmequelle. Damit erhalten die Gebäude des Kreisgeländes eine zeitgemäße, klimafreundliche Wärmeversorgung. Die Kosten liegen bei vier Millionen Euro, werden sich aber durch günstigere Heizkosten bis zirka 2045/46 amortisiert haben. Zudem wird nach Fertigstellung erheblich CO2 eingespart.
Die Arbeiten sind in zwei Bauabschnitte gegliedert: Zunächst entstehen bis Ende Oktober 2026 das Sondenfeld und die eigenständige Wärmeversorgung für Trift 26a und 26b – die Beheizung dieser Gebäude ist bereits ab Anfang Oktober, mit Beginn der Heizsaison wieder sichergestellt. Im zweiten Bauabschnitt folgen bis Juli 2027 rund 69 weitere Sondenbohrungen im Bereich Trift 26/Speicherstraße sowie die Erneuerung der Heizungsanlage und des Nahwärmenetzes.
Bei der Planung wurden zahlreiche Aspekte berücksichtigt, darunter Baumschutz, Brut- und Setzzeiten, Bodendenkmalschutz, Kampfmittelfreiheit sowie Grund- und Hochwasserschutz.
