Pilot-Projekt zu Trockenheit und Wasserknappheit in Celle
Landkreis Celle als eine von sechs Kommunen bundesweit für Forschung ausgewählt
Celle (lkc). Der Landkreis Celle ist als eine von bundesweit sechs Kommunen für das Forschungs- und Praxisprojekt „Wasserbewusste Stadtentwicklung: Umgang mit Trockenheit und Wasserknappheit in Kommunen – Handelnde im Dialog“ ausgewählt worden. Das Vorhaben wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) durchgeführt und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.
Trockenperioden, hohe Temperaturen und sinkende Grundwasserstände stellen Kommunen zunehmend vor Herausforderungen. Mit der Teilnahme am Projekt erhält der Landkreis die Möglichkeit, gemeinsam mit Fachleuten und weiteren ausgewählten Kommunen konkrete Strategien und Maßnahmen für einen klimaresilienten Umgang mit der Ressource Wasser zu entwickeln.
„Die Auswahl des Landkreises Celle ist eine wichtige Anerkennung und zugleich eine große Chance“, sagt Landrat Axel Flader. „Die Folgen von Hitze und Trockenheit sind längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Sie betreffen unsere Natur, die Landwirtschaft, die Wasserversorgung und damit die Lebensqualität in unserem Landkreis. Im Projekt wollen wir vom Fachwissen und den Erfahrungen anderer Kommunen profitieren sowie Impulse für einen langfristig verantwortungsvollen Umgang mit Wasser gewinnen.“
Im Mittelpunkt des Projekts stehen Dialogprozesse, in denen kommunale Akteure, Fachverwaltungen und weitere Beteiligte gemeinsam Bedarfe, Zielkonflikte und Lösungsansätze identifizieren. Dabei geht es unter anderem um die langfristige Sicherung der Wasserressourcen, den Umgang mit unterschiedlichen Nutzungsansprüchen sowie eine klimaangepasste Entwicklung von Siedlungsräumen und Infrastruktur.
Der Landkreis Celle bringt seine lokalen Erfahrungen und Perspektiven in den bundesweiten Austausch ein. Gleichzeitig profitiert er von Fachwissen, praxistauglichen Werkzeugen und Beispielen anderer Kommunen. Die im Projekt erarbeiteten Erkenntnisse sollen schließlich in einen Praxisleitfaden einfließen, der Kommunen und Planungsbüros künftig bei der Bewältigung von Trockenheit und Wasserknappheit unterstützen soll.
„Klimaanpassung ist eine gemeinsame Zukunftsaufgabe“, betont Landrat Flader. „Es geht darum, Wasser als unverzichtbare Ressource verantwortungsvoll zu schützen, Nutzungskonflikte frühzeitig zu erkennen und die Widerstandsfähigkeit unseres Landkreises gegenüber Hitze und Trockenheit zu stärken.“
Neben dem Landkreis Celle nehmen die Städte Leipzig, Minden und Worms sowie die Landkreise Bamberg und Oberallgäu an dem DBU-geförderten Difu-Projekt teil. Der Landkreis Celle freut sich auf den Austausch mit den weiteren ausgewählten Kommunen und auf gemeinsame Impulse für einen zukunftsfähigen Umgang mit Wasser.
Hintergrund
Das Projekt „Wasserbewusste Stadtentwicklung: Umgang mit Trockenheit und Wasserknappheit in Kommunen – Handelnde im Dialog“ untersucht, wie Kommunen ihre Wassernutzung an veränderte klimatische Bedingungen anpassen können. Ziel ist es, den Wissenstransfer zu stärken, kommunale Akteure zu vernetzen und praxistaugliche Strategien für eine klimaresiliente Entwicklung zu erarbeiten. Projektträger ist das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu); gefördert wird das Vorhaben durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).
